Erfahre, warum Cancún seit 2015 eine feste Zeitzone ohne Sommerzeit nutzt. Weniger Zeitumstellung, hellere Abende, einfachere Planung für Reisende. Bequemer.
Während viele Länder ihre Uhren noch zweimal im Jahr vor- und zurückstellen, hat Cancún damit vor fast einem Jahrzehnt Schluss gemacht. Die Stadt entschied sich für eine einheitliche Zeit das ganze Jahr über – und blieb dabei. Hier ist, warum das geschah und was sich dadurch änderte, ohne Umschweife.
Über Jahre wechselte Cancún, wie der Großteil Mexikos, zwischen Sommer- und Winterzeit. Zweimal jährlich stellten Einheimische und Besucher die Uhren um – im Frühjahr vor, im Herbst zurück.
Doch am 1. Februar 2015 zog der Bundesstaat Quintana Roo, zu dem Cancún gehört, einen Schlussstrich. Die Zeitzone wurde auf die US-Ostküste – etwa New York und Miami – sowie Toronto ausgerichtet. Seitdem bleibt die Uhrzeit unverändert – im Frühling wie im Herbst. Ein pragmatischer Schritt, der auf Anhieb Sinn ergab.
Dafür gab es mehrere, leicht nachvollziehbare Gründe – die Logik dahinter liegt auf der Hand:
• Für Reisende ist es einfacher. Die meisten Besucher kommen aus den USA und Kanada. Mit der neuen Zeit finden Gäste schneller in den lokalen Rhythmus – der Zeitunterschied schrumpft oder entfällt.
• Die Abende sind heller. Die Sonne geht später unter, was mehr Zeit zum Spazieren, Schwimmen, Draußendinieren oder Shoppen lässt. Eine gute Nachricht für Urlauber und für die Geschäfte.
• Kein ständiges Umgewöhnen. Der Körper wird nicht durch Zeitumstellungen belastet. Ein Jahr auf einer festen Zeit zu leben ist einfacher und, ehrlich gesagt, angenehmer.
Die Umstellung war für alle spürbar:
— Für die Bewohner wurde es bequemer. Kein halbjährliches Nachstellen mehr.
— Unternehmen gewannen an Konstanz. Cafés, Läden und Hotels halten stabile Öffnungszeiten.
— Besucher genießen hellere Abende – mehr Zeit draußen und mehr Raum für Muße.
Später, 2022, verabschiedete sich auch ganz Mexiko von den Zeitumstellungen. Cancún war vorangegangen. Einige nördliche Regionen stellen ihre Uhren weiterhin um, um mit den USA im Gleichlauf zu bleiben. Cancún nicht – und ist mit dieser Entscheidung zufrieden.
In Cancún sind Uhrzeiten nicht nur Ziffern auf einem Display. Sie sind ein Instrument, das den Urlaub reibungsloser macht – und der lokalen Wirtschaft das Atmen erleichtert.
Kein Aufwand, keine Verwirrung. Man hat sich einmal für eine praktische Zeit entschieden und sie beibehalten. Ein einfacher Schritt mit klaren Vorteilen für Einheimische und Gäste – ein Ansatz, der in der Praxis aufgeht.
Cancún zeigt, dass Fortschritt nicht immer einen Neubau oder ein Millionenprojekt braucht. Manchmal reicht es, eine Gewohnheit zu beenden – wie das regelmäßige Drehen an der Uhr.