Reisetipps für den Januar: die schönsten Traditionen und Feste weltweit – Lyoner Lichterfest, Wiener Opernball, Québecs Schneefestival, Tamborrada, Karneval.
Der Januar steht für Neuanfänge, Rückblicke und Feiertage, die Menschen rund um den Globus zusammenbringen. In vielen Ländern ist dieser Wintermonat gespickt mit Traditionsereignissen, die lokale Kultur, Geschichte und Charakter widerspiegeln. Zwischen großen Neujahrsfesten, uralten Ritualen und zeitgenössischen Events rücken Bräuche in den Mittelpunkt – und bekommen ein besonderes Gewicht.
Hier ein Blick auf einige der beliebtesten jährlichen Traditionen im Januar weltweit – wie verschiedene Länder das Jahr begrüßen, welche Rituale sie pflegen und welche Veranstaltungen Reisende wie Einheimische anlocken.

Das Lichterfest verwandelt Lyon jedes Jahr in eine leuchtende Open-Air-Bühne und zieht Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an.
Seine Wurzeln reichen ins 17. Jahrhundert zurück, als die Einwohner Kerzen in ihre Fenster stellten – zu Ehren der Jungfrau Maria, der Stadtpatronin. Auslöser war ein Wunder, das mit einer Pestwelle verknüpft wurde: Aus Dank für die erhoffte Fürsprache der Gottesmutter begannen Familien, Kerzen anzuzünden.
Heute ist daraus eine weitläufige Lichtinszenierung geworden, die Straßen, Plätze und Fassaden bespielt. Künstler, Designer und Ingenieure aus vielen Ländern schaffen großformatige Installationen mit aktueller Technik und mutigen Ideen. Wahrzeichen wie die Kathedrale Saint-Jean, die Oper und das Rathaus werden zur Kulisse für leuchtende Spektakel.
Das Zentrum wird zur Fußgängerzone – ideal für gemächliche Streifzüge durch die Lichtszenerien. Parks, Brücken und die Ufer von Saône und Rhône werden zu Projektionsflächen und Kunstlandschaften.
Viele Lyoner stellen weiterhin Kerzen ins Fenster und bewahren so die intime, häusliche Note der Tradition.
Konzerte, Theater, Märkte und Workshops rund um Lyons Erbe füllen das Programm; Nachhaltigkeit spielt dabei eine spürbare Rolle. Energiesparende Technik kommt zum Einsatz, ein Teil der Erlöse dient guten Zwecken. Das Ergebnis ist mehr als ein Augenschmaus – es ist ein lebendiges Zusammenspiel aus Geschichte, Kultur und Erfindungsgeist. In diesen Januarnächten liegt ein greifbares Gefühl von Zusammenhalt in der Luft.

Der Wiener Opernball zählt zu den glanzvollsten Ereignissen der Welt und findet jeden Januar in der Wiener Staatsoper statt. Als Symbol österreichischer Kulturtradition ist er ein Höhepunkt der Ballsaison.
Wiens Ballkultur blühte im 18. Jahrhundert, als Musik und Tanz ins Zentrum des aristokratischen und bürgerlichen Lebens rückten. Der erste Opernball in moderner Form wurde 1935 ausgerichtet.
Für eine Nacht wird das Opernhaus zum opulenten Ballsaal: Der Orchestergraben wird zur Tanzfläche, üppige Blumendekorationen verwandeln das Haus.
Eröffnet wird mit Debütantinnen in weißen Roben und Tiara sowie ihren Partnern im Frack – mit Polonaise, Mazurka und natürlich dem Wiener Walzer. Auf dem Programm stehen führende Musikerinnen und Musiker sowie Opernstimmen mit Werken von Mozart, Strauss und Beethoven; live gespielt wird auch zum Tanz. Der Walzer bleibt der pulsierende Kern – Eleganz in Bewegung.
Gesellschaftsgrößen, Politiker, Prominente und Gäste aus aller Welt kommen zusammen. Der Dresscode ist strikt: bodenlange Abendkleider für Damen, Frack oder Smoking für Herren – bis ins Detail.
Zum Rahmen gehören ein feines Dinner mit österreichischen Spezialitäten und Champagner sowie Bars und Buffets mit Klassikern wie Wiener Schnitzel, Strudel und Desserts.
Mehr als ein Tanzabend ist der Opernball ein lebendiges Sinnbild für Tradition und Erbe – eine Bühne, auf der Glamour, Romantik und Ritual eine selbstverständliche Allianz eingehen.

Surva, der Winterkarneval in Pernik, ist laut, farbenfroh und tief in der bulgarischen Kultur verwurzelt. Er steht auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes – nicht ohne Grund.
Der Ursprung liegt in alten heidnischen Riten rund um Natur, Fruchtbarkeit und das Vertreiben böser Geister – gefeiert im Winter, wenn sich Gemeinden auf den Frühling und den neuen Agrarzyklus vorbereiteten.
Die Teilnehmer – Survakari oder Kukeri – tragen eindrucksvolle Kostüme aus Wolle, Federn und Fell, dazu gewaltige gehörnte Masken und große Glocken am Gürtel. Sie symbolisieren Naturkräfte und sollen das Böse verscheuchen.
Mit Glocken und Trommeln tanzen die Survakari, um Unglück zu bannen und Gesundheit, Glück und Wohlstand im neuen Jahr herbeizurufen. Feuerrituale – Scheiterhaufen für Reinigung und Erneuerung – bilden dramatische Höhepunkte.
Gruppen aus ganz Bulgarien und dem Ausland nehmen teil; jede bringt eigene Trachten und Schritte mit – ein Kaleidoskop an Traditionen, begleitet von Gaida, Trommeln und anderen Volksinstrumenten.
Dazu kommt ein lebhafter Markt mit bulgarischen Speisen – Baniza, Schopska-Salat, Ljuteniza und wärmender Rakija – sowie Handwerk von Keramik über Textilien bis zu Masken und Schmuck.
Jahr für Jahr zieht Surva Tausende an. Man sieht hier, wie uralte Bräuche im Heute kraftvoll weiterleben.

La Tamborrada ist das stadtweite Trommelfest am 20. Januar in San Sebastián (Donostia) zu Ehren des Stadtpatrons, des heiligen Sebastian. Laut, ausgelassen und getragen von einem starken Gemeinschaftsgefühl.
Die Tradition reicht ins 19. Jahrhundert zurück. Der Legende nach begannen Einheimische, im Takt militärischer Märsche auf Fässer und Eimer zu schlagen – ein Brauch, der Wurzeln schlug. Er ist auch mit dem Geist des Widerstands und der kulturellen Identität der Stadt in schwierigen Zeiten verknüpft.
Um Mitternacht startet alles auf der Plaza de la Constitución: Die Stadtflagge wird zum Klang der Hymne gehisst – Auftakt für 24 Stunden Fest.
Markenzeichen ist der Trommelumzug: In historischen Kostümen marschieren die Teilnehmer durch die Straßen und schlagen auf Trommeln und Fässer. Uniformen reichen von Soldaten der Napoleonzeit bis zu Köchen und anderen Figuren aus der Stadtgeschichte. Zu hören sind Melodien, die dem Komponisten Rafael Hernández aus dem 19. Jahrhundert zugeschrieben werden, darunter die Hymne der Tamborrada.
Über hundert Gruppen von Erwachsenen und Kindern sind dabei – die Stadt wird zur Klanglandschaft, in die sich Gäste gern einreihen.
Am Morgen des 20. Januar gehört eine besondere Kinderprozession dazu – so wächst die nächste Generation in den Brauch hinein.
Auch kulinarisch ist es ein Festtag: Viele Restaurants servieren baskische Favoriten, Pintxos, Meeresfrüchte und den lokalen Wein Txakoli.
Nach 24 Stunden endet das Fest um Mitternacht des 21. Januar – die Flagge wird am selben Platz eingeholt, die Hymne erklingt ein letztes Mal. Die Vorfreude auf das nächste Jahr macht den Abschied leichter.

Québecs Schneefestival gehört zu den größten Winterevents der Welt und belebt jeden Januar die historische Innenstadt. Berühmt ist es für Action auf Schnee und Eis, lebhafte Paraden und eigenständige Bräuche, die ein internationales Publikum anziehen.
Die Anfänge liegen im 19. Jahrhundert, als die Bewohner den Winter mit Festen aufhellten. In seiner heutigen Form besteht das Festival seit 1955 – und wurde schnell zum Aushängeschild der Stadt, eine Hymne an die Lust am Winter.
Maskottchen ist Bonhomme Carnaval, ein freundlicher Schneemann mit roter Mütze und traditionellem Gürtel. Als „König“ des Festivals setzt er den Ton.
Jedes Jahr entsteht ein spektakulärer Eispalast als Mittelpunkt – architektonische Kulisse für Konzerte, Lichtshows und Begegnungen mit Bonhomme.
Das Programm ist randvoll mit Aktivitäten für alle Altersgruppen: Kanurennen über den zugefrorenen Sankt-Lorenz-Strom – waghalsig und ein Publikumsmagnet; Schneeskulpturen-Wettbewerbe, bei denen aus fest gepresstem Schnee verblüffende Werke entstehen; dazu Klassiker wie Rodeln, Schneeballschlachten und Hundeschlittenfahrten.
Paraden ziehen mit Wagen, Lichtinstallationen, Musikern und Akrobaten durch die Stadt. Themenpartys unter freiem Himmel halten die Abende warm – mit Musik, Tanz und heißen Getränken. Im Lichterglanz und Stimmengewirr wirkt Québec wie ein Wintermärchen.
Der Carnaval de Québec zeigt, dass Winter mehr sein kann als Kälte – nämlich magisch, kulturell dicht und wirklich beflügelnd.

Die Rose Parade am 1. Januar in Pasadena, Kalifornien, ist eine der funkelndsten Traditionen der USA – sie läutet das neue Jahr vor riesigem Straßen- und TV-Publikum ein.
Die Premiere gab es 1890: Der Valley Hunt Club wollte das milde Winterklima Südkaliforniens zeigen und die Region bewerben. Blumengeschmückte Kutschen wurden zum Auftakt einer Tradition, die rasch aufblühte.
Markenzeichen sind die Prunkwagen, die vollständig mit Blumen, Blättern und anderen Naturmaterialien bedeckt sind – mit verblüffender Detailtreue gestaltet. Millionen frischer Rosen treffen auf Orchideen, Chrysanthemen, Nelken und mehr. Die Themen reichen von kulturell und historisch bis zur modernen Fantasie.
Blaskapellen aus dem ganzen Land – und darüber hinaus – sorgen für den Festtakt.
Ein weiterer Fixpunkt sind Reitergruppen in Kostümen, die Epochen und Kulturen repräsentieren. Jedes Jahr führt ein Parade Marshal – oft eine bekannte Persönlichkeit aus Kultur, Sport oder öffentlichem Leben – den Zug an.
Untrennbar verbunden ist die Parade mit dem Rose-Bowl-Spiel, einem der ältesten und renommiertesten College-Football-Duelle, das direkt im Anschluss angepfiffen wird.
Pasadena verwandelt sich in einen lebendigen Garten; viele sichern sich Stunden vorher die besten Plätze. Zwischen Blütenpracht, Musik und kalifornischer Sonne fällt es schwer, unberührt zu bleiben.

Das Sydney Festival ist im Januar gesetzt und zählt zu den größten Kulturevents Australiens – mit Musik, Theater, Tanz, Bildender Kunst und Installationen. Die Stadt wird zur Bühne, offen für alle.
1977 als sommerliches Kunstfest gegründet, umfasst es heute über drei Wochen mehr als hundert Veranstaltungen.
Das Spektrum ist breit: Theater von Klassik bis Experiment; Konzerte mit internationalen Stars und heimischen Talenten, von Klassik bis Elektronik; Tanz zwischen Tradition und Gegenwart – auch mit Auftritten von First-Nations-Künstlerinnen und -Künstlern; Bildende Kunst von Ausstellungen bis zu interaktiven Installationen und Skulpturen.
Viele Aufführungen finden unter freiem Himmel statt – am Hafen, im Royal Botanic Garden und in Hyde Park. Ikonen wie das Sydney Opera House und das Museum of Contemporary Art beherbergen große Shows.
Straßenperformances, Paraden, Gigs und Open-Air-Partys beleben die Stadt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kultur der First Peoples Australiens – Erzählungen, Tanz, Musik, Ausstellungen. Food-Zonen bringen herausragende Geschmäcker aus Australien und der Welt zusammen, mit Meeresfrüchten und guten Weinen als Zugpferden.
Im Januar strahlt Sydney eine dichte Energie und Kreativität aus – öffentliche Räume werden zu Orten, an denen Entdeckungen fast von selbst geschehen.

Russlands Winterfeiern verbinden das orthodoxe Weihnachten (7. Januar) und das Fest der Epiphanie (19. Januar). Die Stimmung ist eigen: Liturgie und Familientische treffen auf Volksbräuche und öffentliche Feste.
Weihnachtsgepflogenheiten greifen auf alte Bräuche der Rus zur Geburt Christi zurück – Gottesdienste, Familienmahl und Praktiken wie das Singen von Weihnachtsliedern und Orakelbräuche.
Die Epiphanie erinnert an die Taufe Jesu im Jordan; die Wasserweihe steht für geistige Reinigung.
Während der Svyatki – der Zeit zwischen Weihnachten und Epiphanie – ziehen verkleidete Gruppen singend von Haus zu Haus und wünschen Glück und Wohlstand; dafür gibt es Süßes und kleine Gaben. In vielen Städten locken Märkte mit Handwerk, Süßwaren, heißen Getränken und Schlittenfahrten; zentrale Plätze glänzen mit Lichtern und hohen Bäumen. Traditionell nutzen vor allem junge Leute die Zeit für Orakel – mit Kerzen, Spiegeln und anderen überlieferten Mitteln.
Das Weihnachtsessen am Heiligen Abend umfasst klassisch 12 fleischlose Speisen – symbolisch für die Apostel – und beginnt nach dem Erscheinen des ersten Sterns, als Erinnerung an den Stern von Bethlehem.
In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar findet die Große Wasserweihe in Kirchen sowie an Seen und Flüssen statt. Es heißt, an diesem Tag sei alles Wasser heilig. Eindrucksvoll ist das Eintauchen in Eisöffnungen, die „Iordani“ – dreimaliges Untertauchen im Gebet als Ritual der Erneuerung für Leib und Seele.
Dörfer und Städte feiern mit Schlitten, Eisrutschen, Tanz, Liedern und kräftiger Kost. Heißer Tee, Sbiten und Blini gehören einfach dazu.
So verbinden sich geistliche Riten, Volksbrauch und winterliche Ausgelassenheit zu Wärme in der Kälte – eine gemeinsame Feier des Erbes.

Jeden Januar lädt Karelien zum Schneedorf-Festival – ein Winterereignis, das Kunst, Natur und lokale Traditionen zu einem echten Märchen der kalten Jahreszeit verbindet.
Gedacht, um den Wintertourismus zu fördern und die kulturellen wie natürlichen Schätze der Region zu zeigen, entwickelte es sich rasch zum Aushängeschild und zieht Gäste aus Russland und dem Ausland an.
Der Star ist das Dorf aus Schnee und Eis selbst: fantastische Skulpturen – Burgen, Sagenfiguren, Tiere; Themenpavillons, inspiriert von karelischer Mythologie und Landschaft; Schneelabyrinthe mit Mitmach-Zonen für alle Altersgruppen.
Einige Bauten sind als komplett ausgestattete Eiszimmerszenen gestaltet – inklusive Eis-Mobiliar: eine nordische Atmosphäre, die im Gedächtnis bleibt. Besucher können unter Anleitung erfahrener Künstler selbst zum Eismeißel greifen. Hundeschlittenfahrten, Schneemobile und Pferdeschlitten bringen ein bisschen Nordabenteuer, während Ausstellungen von Malerinnen, Malern und Fotografinnen, Fotografen den Winter und Karelien feiern. Nach Einbruch der Dunkelheit setzen Lichtinstallationen die Skulpturen eindrucksvoll in Szene.
Musik und Tanz lokaler Ensembles liegen in der Luft, Aufführungen erwecken Gestalten aus karelischen Epen zum Leben.
Märkte bieten karelisches Handwerk, Wolle und Erinnerungsstücke – dazu regionale Köstlichkeiten: Kalitki-Piroggen mit verschiedenen Füllungen, Fisch aus den Seen der Umgebung, Kräutertees sowie Preisel- und Moosbeer-Leckereien.
Dieses Festival destilliert Wintermagie – schimmernde Skulpturen, Freiluftspaß und warme Gastfreundschaft in einer strahlend weißen Landschaft.

Der brasilianische Karneval zählt zu den spektakulärsten Feiern des Planeten. Während die Haupttage meist im Februar oder März liegen, starten viele Städte bereits im Januar mit Vorabveranstaltungen – voller Energie, Samba-Rhythmen und Pracht.
Ursprünglich aus europäischen Traditionen der portugiesischen Kolonialherren hervorgegangen, war der Karneval zunächst eine vorösterliche katholische Feier. Im Laufe der Zeit wurde er zu einem zutiefst brasilianischen Phänomen, das afrikanische, indigene und portugiesische Elemente verbindet.
In Metropolen wie Rio de Janeiro, São Paulo und Salvador bringt der Januar Proben und lokale Sambazüge, in denen Schulen Kostüme und Choreografien verfeinern. Straßenfeste, die Blocos, ziehen Tausende an – mit Live-Musik, Tanz und Kostümen; besonders beliebt in Salvador, Recife und Olinda.
Bars und Clubs veranstalten Kostümpartys mit Samba, Bossa Nova und afrobrasilianischen Beats, Live-Shows und DJ-Sets halten das Publikum in Bewegung. Offene Proben der Sambaschulen fühlen sich oft wie Mini-Karnevals an und laden Gäste zum Mitmachen ein.
Bunte Kostüme und Masken stehen für Freude, Freiheit und Fantasie; Workshops zeigen, wie sie entstehen. Veranstaltungen heben das afrobrasilianische Erbe hervor – von Tanz und Musik bis zu spirituellen Praktiken wie Capoeira und Candomblé.
So wird der Januar zur genussvollen Ouvertüre – genug, um mitgerissen zu werden, bevor der große Karneval beginnt.

Die Paris Fashion Week ist ein prestigeträchtiger Fixpunkt, der die Aufmerksamkeit der Branche bündelt. Im Januar stehen traditionell Menswear und Haute Couture für die Frühjahr/Sommer-Saison im Mittelpunkt – Paris wird zum Epizentrum von Luxus, Kreativität und handwerklicher Meisterschaft.
Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts, als Pariser Schauen zum Grundpfeiler des globalen Modekalenders wurden. Längst mit Kunst und Eleganz gleichgesetzt, festigte die Stadt ihren Status als Modehauptstadt; die Fashion Week setzt bis heute Maßstäbe für Stil und Innovation.
Haute Couture steht dabei im Rampenlicht: Häuser wie Chanel, Dior, Valentino und Jean Paul Gaultier zeigen handgefertigte Kollektionen aus edelsten Materialien und Techniken – Arbeiten, die oft wie Kunstwerke wirken. Mode im konzeptionellsten Sinn.
Auch die Menswear-Woche prägt den Januar: Marken wie Louis Vuitton, Hermès, Balmain und Dior Homme präsentieren Linien, die Tradition, Komfort und Avantgarde verbinden.
Die Schauen finden in den schönsten und überraschendsten Kulissen der Stadt statt – von historischen Palästen bis zu zeitgenössischen Kunstorten. Jede ist eine Inszenierung für sich.
Stars, Journalistinnen und Journalisten, Fotografen und Blogger strömen herbei; Promis in der ersten Reihe gehören zum Ritual. Im Anschluss laden die Maisons zu privaten Partys und Gala-Dinners – ein deutlicher Hinweis auf die Exklusivität.
Die Paris Fashion Week gibt den Ton für die kommende Saison an: Details von diesen Laufstegen wirken in Mode, Accessoires und sogar andere kreative Felder hinein. Im Januar summt die Stadt vor Stil, Einfallsreichtum und Aufbruch – Straßen werden zu Laufstegen, Cafés zu Diskussionsorten, und mutige Ideen fühlen sich hier zuhause.