Von New York bis Sankt Petersburg: 10 Weihnachts- und Neujahrsfilme, die Reiselust wecken, Winterorte zeigen und zu Wundern und neuen Horizonten inspirieren.
Der Winter hat sich eingerichtet, die Feiertage zeichnen sich am Horizont ab – und viele von uns wünschen sich ein wenig Staunen, einen Schuss Abenteuer und diese warmen, unaufgeregten Momente mit den Menschen, die wir lieben. Neujahr und Weihnachten sind die Saison der kleinen Wunder, in der man Schönheit und Wärme in sich aufsaugen möchte – und Filme sind der perfekte Weg, um in andere Städte, Länder und sogar Epochen hinüberzugleiten.
Manche Filme sorgen nicht nur für Feststimmung – sie wecken die Reiselust. Sie versetzen uns auf Londons verschneite Straßen, New Yorks glitzernde Avenuen, in romantische Winkel von Sankt Petersburg und Moskau oder in gemütliche Cottages auf dem englischen Land. Ihre Figuren stolpern in die Liebe, machen unerwartete Entdeckungen und lernen, die geschenkten Augenblicke zu schätzen.
Hier ist eine Auswahl von Neujahrs- und Weihnachtsfilmen, die nicht nur zu echten Reisen inspirieren, sondern auch zu einem leisen inneren Reset. Eine Art virtuelle Tour, die Festtagsmagie ins Wohnzimmer holt – und ganz nebenbei zu neuen Horizonten ermuntert.

Home Alone 2: Lost in New York folgt dem jungen Kevin McCallister, der allein in der Metropole landet und sie in sein persönliches Wintermärchen verwandelt. In der Stadt, die niemals schläft, erkundet er die bekanntesten Wahrzeichen mit einer Mischung aus Charme und Pfiffigkeit, der man schwer widerstehen kann.
Der Film ist durchtränkt von Feiertagsatmosphäre: opulente Schaufenster, der Schein des Rockefeller-Center-Baums und Schlittschuhlaufen im Central Park. Das Plaza Hotel, in dem Kevin absteigt, verleiht dem Ganzen eine Prise altehrwürdiger Grandezza – und das Kitzeln grenzenloser Möglichkeiten.
Die Geschichte deutet an, dass selbst eine fremde Stadt zum Abenteuer wird, wenn man ihr mit offenem Herzen begegnet. New York erscheint als Ort, an dem hinter jeder Ecke Wunder lauern – sei es eine Freundschaft mit einem Spielzeugladen-Besitzer oder eine stille Geste der Güte im Central Park.
Mehr als eine Aneinanderreihung von Gags ermutigt Home Alone 2 dazu, loszuziehen, Schönheit im Kleinen zu suchen und daran zu denken, dass selbst Zufallsreisen zu Erinnerungen werden, die bleiben.

The Polar Express ist ein animiertes Weihnachtsmärchen über eine magische Fahrt zum Nordpol – eine, die Glauben greifbar macht. Es weckt Feststimmung und gleichzeitig die Lust, aufzubrechen und zu entdecken.
Als ein Junge beginnt, an der Existenz des Weihnachtsmanns zu zweifeln, wird er unvermittelt zum Passagier eines geheimnisvollen Zuges, der durch schneebedeckte Weiten, hoch aufragende Berge und dunkle Wälder dem Herzen von Weihnachten entgegenrast. Die Reise ist mehr als eine Fahrt; sie ist ein symbolischer Pfad, gesäumt von Freundschaft, Vertrauen und kleinen Erkenntnissen.
Jeder Halt ist eine Geschichte für sich. Gefrorene Brücken, glänzendes Eis und weite Tunnel bilden die Kulisse für echtes Abenteuer. Man spürt fast den Schein, der dazu verleitet, Schönheit – und ein wenig Magie – in der Welt um sich herum zu suchen.
The Polar Express erinnert behutsam daran, dass Reisen nicht nur Ankommen bedeutet, sondern den Weg auszukosten und die Welt neu zu sehen. Es lädt förmlich dazu ein, die eigene Feiertagsreise anzutreten – auf der Suche nach Hoffnung, Staunen und den Träumen, denen man endlich folgen will.

Love Actually verwebt neun Liebesgeschichten vor einer festlichen Londoner Kulisse. Jenseits von Lichtern und guter Laune ermutigt der Film dazu, auf Entdeckungsreise zu gehen – auf der Jagd nach Schönheit, neuen Eindrücken und mitunter nach Liebe.
Das im Dezember spielende London wird zur Feiertagsoase voller Lichter, gemütlicher Straßen, verschneiter Parks und heiterer Geschäftigkeit. Die Stadt wird zur eigenen Figur, die dazu verführt, sie zu besuchen und diese Stimmung selbst zu erleben.
Ihre Figuren reisen körperlich wie seelisch: Die eine zieht sich zur Ruhe in ein Dorf zurück, ein anderer fliegt in die USA auf der Suche nach Liebe, und wieder jemand träumt davon, der Routine zu entkommen, um Inspiration zu finden. Der Film zeigt, wie ein Ortswechsel das Leben sanft auf neue Gleise lenken kann.
Momente am Flughafen – Begrüßungen und Abschiede – unterstreichen, wie Reisen Menschen verbinden. Musikalische Einschübe, darunter die inzwischen klassische Galerie-Szene, wecken das Bedürfnis, genau dann dort zu sein, wenn die Feiertage näher rücken.
Love Actually lädt nicht nur zu Auslandsreisen ein, sondern auch dazu, die eigenen Horizonte zu weiten. Es plädiert dafür, dem Alltag ein wenig Magie zu schenken und sich neue Abenteuer zuzugestehen – unterwegs wie in Herzensdingen.

Borrowed Hearts ist eine zarte romantische Komödie, die auf Chicagos leicht verschneiten Straßen spielt. Sie erzählt vom Suchen nach Glück und echten Werten – und davon, dass man unterwegs, geografisch wie innerlich, zu sich findet und neu beginnt.
An Heiligabend beschließt der einsame Millionär Sam, sich eine ideale Familie zu „mieten“, um den Urteilen von Kollegen zu entgehen und ein wenig Wärme zu spüren. Dieses arrangierte Konstrukt wird für ihn zu einer echten Reise – nicht nur quer durch die Stadt, sondern zu dem, was zählt.
Chicago wirkt hier gemütlich und festlich: leuchtende Schaufenster, blinkende Häuser, Familien auf der Eisbahn im Park. Diese Bilder machen Lust, eine Winterstadt zu besuchen, sich an einem heißen Getränk festzuhalten und aufs Eis zu gehen, bevor es in ein behagliches Café geht.
Der Film legt nahe, dass Ausflüge – ob an einen neuen Ort oder tief hinein in die eigenen Gedanken – Veränderung und echte Freude auslösen können. Borrowed Hearts ermutigt leise, aus dem Gewohnten herauszutreten und die Welt mit einem freundlicheren, leichteren Blick zu sehen.

The Santa Clause erzählt, wie ein ganz gewöhnlicher Mann unverhofft in ein Leben voller Magie hineingerät. Der Film hebt die Feiertagslaune und deutet auf Reisen hin – in fantastische Sphären und zu den lange gehegten eigenen Wünschen.
Nach einem unerwarteten Zwischenfall findet sich Scott Calvin, ein Angestellter, als neuer Weihnachtsmann wieder. Er bricht zum Nordpol auf, trifft die Elfen, sieht, wie die Werkstatt funktioniert, und begreift, was seine neue Berufung verlangt.
Schneeblanke Ebenen, eine warm erleuchtete Werkstatt, endlose Spielzeuge – der Nordpol wird mit unwiderstehlichem Charme gezeichnet. Die Schlittenflüge über Städte rund um den Globus unterstreichen den Zauber der Saison und wecken die Lust, loszuziehen und die Lichter dort zu sehen, wo sie gerade brennen.
The Santa Clause macht deutlich, dass Wunder real sind, wenn man sie zulässt. Der Film erinnert daran, dass Reisen auch bedeuten kann, zu sich selbst zurückzukehren, zu den Liebsten und zu den gemeinsamen Träumen. Am Ende möchte man ein paar eigene Abenteuer wagen – und ein Stück persönliche Festtagsmagie schmieden.

Four Christmases ist eine leichte, warmherzige Komödie darüber, wie selbst die unerwartetsten Fahrten uns verändern – und den Blick auf das Wesentliche. Sie fängt das Tohuwabohu und die Wärme der Saison ein, in der Familienbesuche ihr ganz eigenes Abenteuer sind.
Brad und Kate, ein Paar, das traditionelle Zusammenkünfte eher meidet, planen eine exotische Auszeit im Tropenparadies. Wegen schlechten Wetters am Boden geblieben, machen sie stattdessen eine rasante Tour durch die Häuser ihrer Eltern – und feiern Weihnachten viermal an einem einzigen Tag.
Sie springen von Ort zu Ort, prallen auf gegensätzliche Gewohnheiten, peinliche Pannen und lange vergrabene Rituale. Dieser Marathon wird zur Lektion, die die beiden auf den Wert von Verbindlichkeit, Familie und eine gemeinsame Zukunft stößt.
Four Christmases zeigt, dass selbst kurze Abstecher Chancen sind, Neues zu lernen, intensiv zu fühlen und mit unerwarteten Wahrheiten zu rechnen. Eine Erinnerung daran, dass Reisen – so chaotisch und unplanbar sie sind – Lachen, Wärme und Nähe schenken können. Und mitten im Feiertagstrubel bleibt die Zeit mit den eigenen Menschen das, was nachhallt.

Yolki ist ein russischer Neujahrs-Reigen, der ein Netz berührender, lustiger und leicht magischer Geschichten über das ganze Land spannt. Er ermuntert zu feiern – und Russland in seinen vielen Regionen zu bereisen.
Die Handlung umfasst 11 Städte, von Kaliningrad bis Wladiwostok, und spielt mit der Idee der sechs Ecken der Verbundenheit. Menschen, die fern und unverbunden scheinen, erweisen sich als miteinander verknüpft – durch gute Taten, Zufälle und Neujahrswunder.
Jeder Erzählstrang zeichnet ein eigenes Porträt des Ortes: das winterliche Sankt Petersburg mit seiner stimmungsvollen Architektur, die verschneite Weite des Urals, das festliche Krasnojarsk und Moskaus zupackendes Tempo. Zuschauen fühlt sich an wie eine Tour durch Russland – seine Kultur, seine Traditionen und den gemeinsamen Festgeist.
Yolki legt nahe, das eigene Land zu erkunden, seine Vielfalt und Schönheit zu bemerken und wie das Neujahr alle unter ein Dach holt. Selbst in der kältesten Nacht findet sich Wärme – in Lächeln, in Freundlichkeit und glücklichen Fügungen. Reisen bedeutet hier nicht nur zurückgelegte Kilometer, sondern auch kleine innere Verschiebungen, die bleiben.

Father Frost. The Battle of the Magicians ist eine flotte, effektgeladene Geschichte, die eine geheime magische Welt öffnet, versteckt hinter Moskaus Alltagsbetrieb. Sie ruft Feststimmung hervor und inspiriert zu Wegen – durch reale Straßen und erdachte Reiche, in denen alles möglich scheint.
Masha, ein junges Mädchen, wird in einen Konflikt zwischen Magiern hineingezogen, die die Welt vor der Dunkelheit schützen. An ihrer Seite streift sie durch ein festlich beleuchtetes Moskau, entdeckt versteckte Winkel und eine eigentümliche magische Schicht knapp jenseits des Sichtbaren. Große Plätze, schneebestäubte Parks und helle Stadtlichter lassen die Hauptstadt wie Teil des Zaubers wirken.
Der Film verbindet vertraute Neujahrssymbole – Väterchen Frost, schneebedeckte Kulissen, Feuerwerk – mit weiten Duellen und fantastischen Schauplätzen. Diese Mischung aus Wirklichem und Ersonnenem lädt dazu ein, die eigene Stadt mit frischen Augen zu sehen – oder das Staunen anderswo zu suchen.
Er erinnert daran, dass Reisen nicht nur ein Wechsel der Koordinaten ist, sondern die Chance, das Unerwartete zu finden – ob im winterlichen Moskau oder in einer Welt aus Tagträumen. Zurück bleibt die Lust auf Entdeckungen und der leise Glaube, dass Wunder näher sind, als sie scheinen.

The Last Warrior ist ein fantastisches Märchen, in dem die moderne Welt auf alte slawische Folklore trifft. Nicht direkt an Neujahr gebunden, aber voller Magie, Aufbruchsstimmung und Selbstsuche – ganz im Geist der Saison – und eine Einladung zu einer Reise voller Entdeckungen.
Ivan aus Moskau landet unverhofft in Belogorye, einem mythischen Reich, in dem Gestalten aus Volksmärchen lebendig werden. Er begegnet vertrauten Legenden – Baba Jaga, dem Wassergeist, Koschtschei dem Unsterblichen – und stürzt sich in Abenteuer vor der Kulisse tiefer Wälder, nebliger Seen und majestätischer Berge.
Sein Weg ist zugleich ein Marsch durch ein sagenhaftes Land und eine Rückkehr zu persönlichen Wurzeln – ein Bekenntnis zu Reifung und kulturellem Erbe. Ivan lernt, seine Herkunft anzunehmen, und entdeckt Kräfte, von denen er nichts ahnte.
Der Film ermuntert, russische Traditionen zu erkunden, Orte aufzusuchen, die mit Folklore verbunden sind, und Naturreservate zu besuchen, die an die märchenhafte Szenerie von Belogorye erinnern. Es weckt die Lust auf eine Suche mit einem Hauch Magie – und deutet an, dass echte Wunder auftauchen, wenn man bereit ist, sie zu sehen.

Silver Skates ist eine romantische Fabel, die im winterlichen Sankt Petersburg Ende des 19. Jahrhunderts spielt. Sie zieht in eine festliche, alte Welt hinein und macht Lust, historische Städte zu besuchen, um ihren Zauber und das Echo einer anderen Epoche zu spüren.
Die Geschichte folgt zwei jungen Menschen aus unterschiedlichen Welten. Matvey, der Sohn eines Lampenanzünders, arbeitet als Kurier auf Schlittschuhen; Alisa, die Tochter eines wohlhabenden Beamten, träumt von einer Laufbahn in der Wissenschaft. Auf den gefrorenen Kanälen der Stadt kreuzen sich ihre Wege – es beginnt eine Erzählung über Liebe, Freundschaft und die Suche nach Freiheit.
Verschneite Straßen, zugefrorene Flüsse, prunkvolle Paläste und Petersburgs elegante Brücken bilden eine fast verzauberte Kulisse. Es sind die Bilder, die einen dazu bringen, durch die Stadt zu streifen, an ihren architektonischen Wahrzeichen zu verweilen und die Intimität des Winters auszukosten.
Silver Skates deutet außerdem auf aktive Winterfreuden – vom Eislaufen in bilderbuchhaften Parks bis zum Gleiten über vereiste Wasserwege. Reisen ist hier die Chance, Neues zu entdecken, sich der Romantik hinzugeben und das Alltagswunder dort aufzufangen, wo man es am wenigsten erwartet.