Währung auf Reisen: Dollar, Euro oder lokale Währung? Praktische Länder-Tipps

Welche Währung mitnehmen? Dollar, Euro oder lokal – Guide
© A. Krivonosov

Was mitnehmen: Dollar, Euro oder lokale Währung? Klare Tipps für Türkei, Ägypten, VAE, Thailand, Kuba, Vietnam – wo tauschen, welche Scheine, welche Gebühren.

Bei der Planung einer Auslandsreise stellt sich eine ganz praktische Frage: Welche Währung nimmt man mit – Dollar, Euro oder doch die Landeswährung? Und wo tauscht man am besten? Diese Entscheidungen bestimmen nicht nur, wie bequem man bezahlt, sondern auch, wie weit das Reisebudget reicht.

Jedes Land hat eigene Spielregeln. Mancherorts sind Dollar die erste Wahl, anderswo fährt man mit Euro besser, und manchmal zählt ausschließlich das lokale Geld. Es kommt sogar auf Details an: Zustand und Stückelung der Scheine sowie der Ort des Umtauschs können das Ergebnis spürbar verändern.

Im Folgenden ein kompakter Blick, Land für Land, auf die gängigen Ferienziele – Türkei, Ägypten, die VAE, Thailand, die Malediven, Indonesien, Sri Lanka, Kuba und Vietnam – mit klaren Hinweisen, was man mitbringt und wie man bezahlt. Mit diesen Grundlagen vermeidet man unnötige Gebühren und bewegt sich vor Ort entspannter.

Türkei

Gebäude, Autos, Menschen
Alicembasli, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

In die Türkei kann man US‑Dollar oder Euro mitnehmen – beides wird in den großen Ferienregionen breit akzeptiert. In kleinen Läden, Apotheken und Souvenirständen ist das Bezahlen in Dollar oder Euro in der Regel unkompliziert.

Laut Reiseveranstaltern bereiten US‑Scheine mit Druckdatum vor 2006 beim Umtausch oft Schwierigkeiten. Kleine Geschäfte oder Stände nehmen sie mitunter, sofern die Banknoten nicht zu abgegriffen sind – verlässlich ist das jedoch nicht. Mancherorts werden sogar Rubel akzeptiert, allerdings zu ungünstigen Kursen.

Tauschen kann man an Flughäfen, in Bankfilialen und Wechselstuben, darunter in großen Einkaufszentren; erkennbar an gelben „Exchange Office“-Schildern. Mitunter wird der Reisepass verlangt, oft aber nicht.

Eine unkomplizierte Alternative: In den Badeorten rund um Antalya kleine Einkäufe in Dollar oder Euro bezahlen und das Wechselgeld in Lira nehmen – ein praktischer Kniff, der im Alltag häufig gut funktioniert.

Ägypten

Gebäude, Palmen, Autos
Abdelrhman 1990, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

US‑Dollar und Euro funktionieren gleichermaßen, wobei Reiseveranstalter Dollar als die bessere Wahl ansehen. Vernünftig ist es, neuere Serien nach 2006 dabeizuhaben.

Leicht abgenutzte Dollarscheine werden teils akzeptiert, aber nicht überall. In solchen Fällen ist der Umtausch in einer Bank sicherer als am Automaten. Wechselstuben nehmen US‑Noten mit Druckdatum vor 2000 nicht an.

Euro gehen ebenfalls, doch oft werden Dollar und Euro zum gleichen Kurs bewertet – das macht Zahlungen in Euro weniger attraktiv.

Zahlen in Dollar ist häufig möglich, dennoch erleichtert ein kleiner Betrag in ägyptischen Pfund den Alltag: Busfahrten, Wasser, öffentliche Toiletten und andere Kleinigkeiten funktionieren mit lokaler Kasse reibungsloser. Klingt banal, spart aber Nerven.

Vom Umtausch am Flughafen ist wegen schlechterer Kurse abzuraten. Wechselpunkte in den Ferienorten oder Hotels bieten in der Regel bessere Konditionen.

Thailand

Gebäude, Straße, Menschen
IoaWIB HRNGVW fueaiu, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für Thailand kann man Dollar, Euro oder thailändische Baht mitbringen. Baht lassen sich in einigen großen Banken in Russland kaufen, doch die Anreise mit US‑Dollar ist meist günstiger: Sie lassen sich leicht zu gutem Kurs tauschen.

Reiseveranstalter betonen, dass in Thailand ausschließlich in Landeswährung bezahlt wird. Rubel zum Umtausch vor Ort mitzunehmen, lohnt sich wegen der schlechten Kurse nicht.

Banken bieten meist die besten Konditionen. US‑Scheine von 1996 lehnen viele Wechselstuben ab. Große Stückelungen (50 und 100 Dollar) erzielen die besten Kurse; kleine Noten (1, 5, 10, 20 Dollar) schneiden deutlich schlechter ab.

Mit ausländischen Bankkarten geben thailändische Geldautomaten ausschließlich Baht aus und berechnen pro Abhebung eine Fixgebühr von 220 THB. Wer oft Kleinigkeiten bezahlt, spart mit Bargeld in der Tasche unnötige Gebühren.

VAE

Gebäude, Autos
trolvag, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind US‑Dollar am einfachsten und meist am vorteilhaftesten. Euro werden ebenfalls akzeptiert, oft jedoch zu weniger attraktiven Kursen.

Nach Einschätzung von Experten werden US‑Noten ab 2013 zum Normalkurs gewechselt. Ältere Scheine können abgelehnt oder mit einem Abschlag von 5–10 % zum offiziellen Kurs getauscht werden. In großen Malls akzeptieren manche Läden Dollar direkt und geben Wechselgeld in Dirham – praktisch im Alltag.

Banken bieten tendenziell die besten Kurse, allerdings mit Öffnungszeiten und teils Passkontrolle. Wechselstuben in Einkaufszentren sind eine beliebte Alternative mit guten Konditionen und ohne Pass. Am Flughafen und im Hotel klappt der Tausch zwar, ist aber meist schlechter.

China

Wechselstube, Person, Straße
Wang 02 maenaIEH, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für China empfiehlt sich eine Mischung aus US‑Dollar und Yuan. Bei Bedarf helfen örtliche Guides beim Tausch. Da Fremdwährungen nicht zum Bezahlen verwendet werden dürfen, müssen Dollar in Yuan gewechselt werden.

Neuere US‑Serien sind am zuverlässigsten. Getauscht werden kann am Flughafen oder an speziellen Schaltern, während Hotelkurse meist schlechter sind.

Straßen- und Marktwechsel sind wegen Fälschungs- und Vertauschungsrisiken dringend abzuraten. Wer keine neueren US‑Scheine bekommt, fährt mit bereits mitgebrachten Yuan sicherer.

Landesweit, auch auf Hainan, funktionieren UnionPay‑Karten dort, wo POS‑Terminals vorhanden sind. Taxis und viele kleinere Händler nutzen hingegen keine Terminals, sondern QR‑Zahlungen in lokalen Apps (Alipay, Tencent, WeChat u. a.). Russische UnionPay‑Karten lassen sich derzeit nicht mit diesen Wallets verknüpfen – Bargeld ist daher in vielen Situationen praktischer.

Malediven

Malediven, Flugzeug, Ozean
Gzzz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für die Malediven eignen sich Dollar oder Euro; bevorzugt neuere US‑Scheine ab 2009 (idealerweise mit blauem Sicherheitsfaden).

Bemerkenswert: Die meisten Hotels auf den Inseln nehmen die Landeswährung Rufiyaa nicht an. Reiseveranstalter raten daher davon ab, bei der Ankunft in Malé Dollar oder Euro in Rufiyaa zu tauschen.

Außerdem akzeptieren viele Hotels keine 1‑Dollar‑Scheine. Kleinere Stückelungen wie 5, 10 oder 20 Dollar sind für Zahlungen in Hotels und Geschäften praktischer. Das erspart unterwegs unnötige Diskussionen.

Indonesien

Bank, Gebäude, Pflanze
Bank Indonesia, Public domain, via Wikimedia Commons

Für Indonesien, einschließlich Bali, sind Dollar oder Euro zu empfehlen. Neuere US‑Scheine (nach 2006) sind vorzuziehen, da ältere Serien abgelehnt oder zu schlechteren Kursen getauscht werden können.

Bezahlt wird ausschließlich in indonesischen Rupiah. Daher einen Teil vorab tauschen – für Taxis, Läden und alltägliche Ausgaben. Fremdwährungen werden zum Bezahlen nicht angenommen.

Hotelwechsel sind oft schlechter. Besser zu offiziellen Banken oder zertifizierten Anbietern wie Authorized Money Changer und No Commission gehen – verlässlicher und häufig mit besseren Konditionen. Am Flughafen ist der Tausch möglich, jedoch meist weniger attraktiv.

Bleiben Sie bei transparenten Wechselstuben und meiden Sie Straßenschalter, wo Tricks oder versteckte Gebühren vorkommen können. Vorsicht zahlt sich hier aus.

Auf Bali akzeptieren viele Orte in touristischen Gegenden internationale Visa- und MasterCard‑Karten. In abgelegenen Regionen oder für kleine Beträge ist Bargeld in Rupiah unverzichtbar. Geldautomaten haben Abhebelimits und können Zusatzgebühren verlangen – ein moderater Bargeldpuffer spart Zeit und Umwege.

Sri Lanka

Flughafengebäude
Umedha Shanka Indranath Hettigoda, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

In Sri Lanka funktionieren Dollar und Euro, meist mit Vorteil für den Dollar. Am besten Scheine ab 2009, teils werden auch Banknoten von 1996 akzeptiert.

Reiseveranstalter empfehlen den Umtausch am Internationalen Flughafen Colombo, der in der Regel die günstigsten Kurse bietet. Viele Hotels (die große Mehrheit) tauschen ebenfalls, allerdings zu meist schlechteren Konditionen.

Den offiziellen Umtauschbeleg bis zur Abreise aufbewahren: Damit lassen sich übrige Rupien in Colombo zum Ankaufskurs wieder in Dollar oder Euro tauschen.

Gezahlt wird auf der Insel in Sri‑Lanka‑Rupien. In touristischen Zonen akzeptieren einige Hotels, Restaurants und Geschäfte Fremdwährungen und geben Wechselgeld in Rupien.

Kuba

Bankgebäude, Auto, Menschen
Edgardo W. Olivera from Montevideo, Uruguay, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Für Kuba empfiehlt es sich, sowohl Dollar als auch Euro mitzunehmen. Dollar lassen sich zum Bezahlen nutzen oder in kubanische Pesos tauschen, während für Ausflüge häufig Euro verlangt werden, weil viele Anbieter diese Währung bevorzugen. Banknoten mit Druckdatum vor 1996 können Probleme bereiten – neuere Serien sind die sichere Wahl.

Der Umtausch an offiziellen Schaltern in den Urlaubsregionen oder in Hotels sorgt für berechenbare Kurse. Am Flughafen ist der Wechsel möglich, jedoch meist ungünstiger.

In Havanna und Varadero werden Mir‑Karten akzeptiert, allerdings oft mit unattraktiven Umrechnungskursen, zudem kann schwaches Internet Transaktionen stören. Für Trinkgeld, Taxis und kleine Einkäufe empfiehlt sich Bargeld in kleinen Stückelungen – hier löst ein wenig Kleingeld viele kleine Hürden.

Geldautomaten sind rar und unzuverlässig und unterstützen häufig nur einen Teil internationaler Karten. Deshalb das Budget vorab planen und genügend Bargeld für die wichtigsten Ausgaben dabeihaben.

Vietnam

Bank, Gebäude, Autos
Cookie Nguyen, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Für Vietnam eignen sich Dollar oder Euro, idealerweise mit neueren US‑Scheinen ab 2006. Ältere Banknoten werden teils abgelehnt oder zu schlechteren Kursen gewechselt.

Im Alltag ist das Bezahlen in Vietnamesischen Dong am einfachsten. Tauschen kann man an offiziellen Schaltern, in Hotels, an Flughäfen und sogar in Juweliergeschäften – letztere bieten oft die konkurrenzfähigsten Kurse.

Größere US‑Stückelungen (50 und 100 Dollar) erzielen in der Regel bessere Kurse als kleine Scheine.

Fremdwährungen werden für direkte Zahlungen üblicherweise nicht angenommen. In Touristengebieten akzeptieren manche Geschäfte Dollar oder Euro, geben das Wechselgeld jedoch in Dong zu einem schwächeren Kurs.

Die Ausfuhr von Dong ist verboten, daher besser kein Souvenir daraus machen. Restbeträge vor dem Abflug am Flughafen zurück in Dollar oder Euro tauschen – Beleg aufbewahren.

Visa und MasterCard sind für Bargeldabhebungen hilfreich, allerdings mit Gebühren und meist mit Abhebelimits pro Vorgang. Für viele Reisende erweist sich eine Mischung aus Bargeld in Dollar oder Euro plus etwas lokaler Währung als die günstigste Strategie. Diese Balance wirkt im Alltag oft am stressärmsten.