Auslandstrip geplant? 10 No-Gos zu lokalen Gesetzen, Sitten und Etikette: von Fotografieren und Öffis bis Essen und Alkohol. So vermeidest du Bußgelder.
Reisen öffnet die Welt, doch Unkenntnis über lokale Gepflogenheiten führt schnell zu peinlichen Momenten, Bußgeldern oder sogar Ärger mit dem Gesetz. Was zu Hause Routine ist, kommt anderswo nicht immer gut an. Ein wenig Vorbereitung spart Nerven und Geld – und sorgt nebenbei für entspannteres Miteinander.

Jedes Land spielt nach eigenen Regeln, und was daheim normal wirkt, kann anderswo tabu sein. In Singapur ist das Kauen von Kaugummi verboten, für Müllwerfen drohen hohe Strafen. In den VAE ist das Fotografieren von Einheimischen ohne Erlaubnis – besonders von Frauen – untersagt. In Thailand können unbedachte Worte über den König ernste Folgen haben. Im Zweifel trägt Respekt weiter als Ausreden.

Laute Telefonate in der U‑Bahn, hitzige Debatten im Restaurant oder große Gefühlsausbrüche kommen selten gut an. In Japan gilt Telefonieren im öffentlichen Verkehr als unhöflich. In Italien führen das Füttern der Tauben auf dem Markusplatz oder das Abkühlen in Brunnen zu einem Bußgeld. Oft liest sich Stille einfach als Respekt – und wird entsprechend geschätzt.

Manche Länder nehmen persönliche Sicherheit sehr ernst. In Singapur sind E‑Zigaretten verboten – schon die Einfuhr ist nicht erlaubt. In Dubai ist Schlafen in der Metro untersagt und kann mit einem Bußgeld oder sogar Gewahrsam enden. Wenn etwas unklar ist, hilft eine einfache Faustregel: lieber die strengere Variante annehmen.

Auch ein unbeabsichtigter Regelbruch kann persönlich genommen werden. In Thailand gilt es als tief respektlos, jemanden mit dem Fuß zu berühren. In Griechenland sind High Heels an historischen Stätten verboten, um antikes Gestein zu schützen. Eine kleine Verhaltensanpassung verhindert hier leicht das große Missverständnis.

Fotografieren ist nicht überall willkommen – und das hat Gründe. In manchen Ländern sind Aufnahmen von strategischen Orten wie Brücken oder Militäranlagen verboten. In muslimisch geprägten Staaten, darunter die VAE, ist das Fotografieren von Frauen ohne Einwilligung streng untersagt. Wer unsicher ist, nimmt die Kamera lieber runter und fragt.

In Polen können Touristen fürs Kartenspielen im Zug zur Kasse gebeten werden – das Verbot gibt es tatsächlich. In Singapur führt Essen oder Trinken in der Metro ebenfalls zu einem Bußgeld. Japans öffentlicher Verkehr folgt einer strengen Etikette: kein Telefonieren, keine laute Musik. Kurz gesagt: Öffis sind nicht der Ort für Improvisation.

Essen ist etwas Persönliches – und doch passieren Fehltritte. In Portugal gilt es als unhöflich, nach Salz oder Ketchup zu fragen, besonders zu feinen Gerichten; das wird als Affront gegen die Küche gewertet. In den VAE kann Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit ein hohes Bußgeld oder sogar Abschiebung nach sich ziehen. Kommt ein Gericht so, wie es gedacht ist, darf es für sich sprechen.

In Teilen Asiens sind Affenmärkte verbreitet, doch Vorsicht ist angebracht: Provozierte Tiere reagieren schnell aggressiv. Auf Bali ist das Necken oder Füttern von Affen verboten, weil es zu Angriffen führen kann. In manchen Ländern ist das Füttern von Wildtieren generell untersagt, um Ökosysteme zu schützen. Wildtiere sind keine Requisiten.

Manche Themen sind schlicht tabu. In Thailand sind Kommentare zur Königsfamilie tabu; in China ist es nicht ratsam, über Politik zu diskutieren; und in vielen Ländern des Nahen Ostens können Fragen zur Religion negativ aufgenommen werden. Da hilft es, Gespräche behutsam auf unverfängliche Themen zu lenken.

Wer ein anderes Land besucht, fährt gut, die Wertschätzung für lokale Traditionen mit der eigenen Identität auszubalancieren. Eigene Werte zu predigen, Einheimische zu belehren oder ihre Lebensweise zu kritisieren, geht selten gut aus. Bescheidenheit kommt weiter als Großspurigkeit – ganz ohne große Worte.
Vor einer Reise lohnt es sich, nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch die lokalen Dos and Don’ts anzusehen. Dieser kleine Schritt erspart unangenehme Überraschungen und macht die Reise spürbar komfortabler. Die Welt ist vielfältig, und wer ihre Regeln respektiert, wird eher als willkommener Gast wahrgenommen denn als ungehobelter Tourist. Eine kleine Investition, die sich in Gelassenheit auszahlt.