Unser Guide zu winterlichen Genussreisen zeigt die besten Ziele für Festküche zum Neujahr: Champagne, Weihnachtsmärkte, Italien, Spanien, Skandinavien und Asien
Der Jahreswechsel ist eine Zeit für Magie, funkelnde Lichter, familiäre Geborgenheit – und natürlich für verführerische Festküche. Überall auf der Welt wird der Feiertag auf eigene Weise begangen, und das spiegelt sich auf dem Tisch: in Speisen, Getränken und Süßigkeiten. Was könnte reizvoller sein, als großartige Schaumweine zu probieren, sich Zeit für klassische Weihnachtsleckereien zu nehmen und Aromen zu entdecken, die sich einprägen?
Genussreisen zum Neujahr verbinden Erholung mit guter Küche, intensivem Kulturgefühl und Einblicken in lokale Bräuche. Von funkelndem Champagner in Frankreich bis zum würzigen Glühwein auf deutschen Weihnachtsmärkten, vom federleichten Panettone in Italien bis zu tropischen Desserts in Thailand – die Welt ist voller Geschmäcker, die entdeckt werden wollen.
Dieser Guide zeigt die besten Ziele für winterliche Food-Erlebnisse. Er führt dorthin, wo edle Getränke entstehen, wo kulinarisches Handwerk glänzt und wo Essen unmittelbar in jene Feststimmung versetzt, die Generationen und Kulturen verbindet.

Feiertage bestehen nicht nur aus Lichtern und Geschenken – sie sind eine Einladung, andere Kulturen über ihre Essensrituale kennenzulernen. Regionen feiern unterschiedlich, doch eines gilt überall: Essen rückt ins Zentrum und trägt Familienrituale, Geschichten und ein Gefühl für die Zeit.
Man stellt sich den Duft frischem Gebäck und heißen Glühweins auf einem deutschen Weihnachtsmarkt vor: Schneeflocken in der Luft, warme Lichter an Holzständen, ein Lebkuchen in der Hand. Oder die Sonne Spaniens, wo ein Glas Cava zu süßem Turrón gereicht wird, während Lachen und Musik durch die Straßen ziehen.
Reisen mit kulinarischem Fokus bedeuten nicht einfach gut essen – sie öffnen Türen zum Erbe einer Region. In der Champagne erlebt man, wie großer Schaumwein entsteht, und verkostet ihn in kühlen Kellern geschichtsträchtiger Häuser. In Italien kommt echter Panettone mit Rezepten auf den Tisch, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Und in Skandinavien lässt die Weihnachtstafel das Gefühl von Hygge aufleben – mit Gerichten, die Familien seit Jahrhunderten vereinen.
Jedes Gericht erzählt eine Geschichte. Austern in Frankreich stehen für Eleganz und festlichen Luxus, während der deutsche Christstollen von Sparsamkeit und familiärer Tradition kündet. Asien fügt eine eigene Philosophie hinzu – Neujahrsgerichte tragen häufig Bedeutungen, etwa chinesische Teigtaschen, die Wohlstand und Glück verheißen.
Winterliche Foodtouren verweben Geschmack, Düfte und Bräuche zu einem stimmigen Festgefühl. Sie regen die Fantasie an, sorgen für neue Eindrücke und machen die Saison spürbar erinnerungswürdig. Kaum etwas erklärt einen Ort besser als seine Küche – besonders in dieser magischen Jahreszeit.

In Frankreich wird Gastronomie zur Kunst – besonders in der Festzeit. Champagne und Elsass bieten auf je eigene Weise Erlebnisse, die lange nachklingen.
Champagne, die Heimat des berühmten Schaumweins, wirkt im Winter besonders stimmungsvoll. In Épernay und Reims öffnen Häuser ihre Türen für Führungen, die die Herstellung von Champagner greifbar machen. Verkostungen zeigen legendäre Bruts und Rosés – Geschmacksbilder, geformt von Jahrhunderten des Könnens.
Richtig festlich wird es, wenn Essen und Wein zusammenfinden. Austern sind zu Weihnachten ein Star – frisch serviert mit Zitrone, die die Finesse des Champagners unterstreicht. Und reiches Foie gras auf Toast mit Feigenkonfitüre bildet ein Duett aus Textur und Geschmack, das punktgenau trifft.
Elsass mit Postkartenstädten wie Straßburg und Colmar ist berühmt für einige der ältesten Weihnachtsmärkte Europas. Straßen glänzen im Lichterglanz, Schaufenster funkeln, und in der Luft liegen Gewürze und Vanille.
Elsässische Weingüter schenken gefeierte Weiße aus – Riesling und Gewürztraminer –, die wunderbar zu den Festgerichten der Region passen. Bei Verkostungen stehen oft lokale Käsesorten und Klassiker bereit.
Auf keiner elsässischen Weihnachtstafel fehlt die Bûche de Noël – eine Baumkuchenrolle, glasiert mit Schokolade oder Creme. Pâtisserien setzen eigene Akzente: mit Kaffee, Pistazie oder fruchtigen Füllungen.
In Champagne und Elsass kostet man nicht nur Gerichte – man tritt mitten in die Festtage. Jeder Schluck und jeder Bissen spricht von Tradition, Handwerk und einer Leidenschaft für Geschmack.
Wer im Winter reist, setzt auf Wärme und Staunen: Champagner funkelt wie Lichterketten, und überlieferte Rezepte wärmen das Herz.

Deutschland ist die Heimat der Weihnachtsmärkte – hier verschmelzen Märchenatmosphäre, Tradition und Wohlfühlessen. Jede Stadt setzt eigene Akzente; Nürnberg, Dresden und Köln stechen durch Größe und Geschichte hervor.
Der Christkindlesmarkt in Nürnberg gehört zu den ältesten und bekanntesten der Welt, mit über 400 Jahren Geschichte. Holzstände sind gefüllt mit Handwerk, Spielzeug und Süßem. Der Star ist der Nürnberger Lebkuchen – würziges Gebäck, dessen Duft den Markt durchzieht.
Dresdens Striezelmarkt, gegründet 1434, ist berühmt für den riesigen Weihnachtsstollen – ein reiches Früchtebrot mit Rosinen, Nüssen und kandierten Schalen. Unbedingt probieren: Dresdner Christstollen, als regionale Spezialität geschützt.
Der Kölner Dommarkt breitet sich im Schatten der gotischen Kathedrale aus – eine Kulisse wie aus dem Kino. Es gibt feine Souvenirs, Glas- und Holzhandwerk, und natürlich duftenden Glühwein in festlichen Tassen, die man als Andenken behält.
Klassiker der Saison
Stollen ist das ikonische Weihnachtsbrot: dicht mit Trockenfrüchten, Mandeln und kandierten Schalen, dick mit Zucker bestäubt. Sein Geschmack gewinnt mit der Zeit – viele kaufen ihn im Voraus und lassen ihn bis Weihnachten „reifen“.
Deutscher Lebkuchen ist weich, gewürzt und oft glasiert – manchmal mit Schokolade überzogen, manchmal mit Zuckerdekor. Herzformen tragen häufig Wünsche wie „Frohe Weihnachten“.
Glühwein gehört einfach dazu: heißer Wein mit Gewürzen, Orange und Zimt – perfekt für frostige Abende. Varianten bringen Beeren, Vanille oder Apfelsaft ins Spiel.
Ein Bummel über die Märkte ist mehr als Sightseeing; er fühlt sich an wie ein Spaziergang durch eine Wintergeschichte. Lichter, Lieder, warmes Gebäck und Gewürze ergeben ein Wohlgefühl, das man nur ungern wieder loslässt.
Diese Märkte sind ideal, um die Saison aufzusaugen, geliebte Leckereien zu probieren und Souvenirs mitzunehmen, die Weihnachten mit nach Hause bringen.

Italien verknüpft Feste wie kaum ein anderes Land mit der Tafel. Weihnachten und Neujahr entfalten sich als kulinarische Reise – jede Region mit eigenen Spezialitäten, verbunden durch eine Idee: Essen als Symbol für Feier, Freude und familiäre Wärme.
Mailand, stilbewusst und präzise, setzt mit Panettone den Ton – dem Wahrzeichen der Stadt zur Weihnachtszeit. Luftig, mit Rosinen und kandierten Früchten, ist er zum nationalen Emblem der Saison geworden; Rezepte werden sorgsam bewahrt.
Zur Rhythmik gehört die Aperitivo-Kultur. Wenn der Abend anbricht, trifft man sich bei Wein oder Klassikern wie Negroni oder Aperol Spritz, dazu kleine Häppchen – Käse, Oliven, Aufschnitt. Es ist mehr als ein Vorabend-Imbiss; es fühlt sich an wie der Auftakt der Festlichkeiten.
Neapel, Geburtsort der Pizza und Seele des Südens, deckt zu Weihnachten großzügig auf. Pastiera – mit Ricotta, Weizen und Orangenschale – steht für Tradition und familiären Trost. Sie wird im Voraus zubereitet, damit sich die Aromen für die Festtage entfalten.
Der Heiligabend gehört dem Meer: Muscheln, Tintenfisch, Garnelen und Stockfisch (Baccalà). Pasta mit Venusmuscheln und frittierte Sardellen runden den Tisch ab – Geschmäcker, die den Reichtum der Bucht feiern.
Turin, am Fuß der Alpen, ist ein Paradies für Naschkatzen und Freunde eleganter Getränke. Heiße Schokolade ist hier dick, aromatisch und wohltuend. Turin gilt auch als Heimat der Gianduja – der üppigen Mischung aus Schokolade und Haselnuss.
Piemonteser Weine – Barolo, Barbaresco und Moscato d’Asti – gehören an die Festtafel und begleiten mühelos sowohl kräftige Hauptgerichte als auch Desserts. An Winterabenden füllen sie den Raum schon durch ihre Präsenz.
In Italien ist jedes Gericht eine Einladung, zusammenzukommen. Vom süßen Panettone aus Mailand über die reichhaltige Pastiera aus Neapel bis zur tröstlichen Schokolade in Turin – jede Region zeigt den Geist des Landes durch ihre Küche.
Es ist mehr als ein Menü: Tradition, familiäre Werte und großzügige Festlaune lassen Weihnachten und Neujahr hier unvergesslich wirken.

Spanien feiert mit Leben, Musik – und Geschmack. Jede Region bringt zur Weihnachts- und Neujahrszeit eine eigene Persönlichkeit ein. Katalonien, Madrid und Andalusien zeigen, wie vielfältig Küche und Kultur sein können.
Katalonien verbindet charakteristische Gerichte mit prickelnden Getränken. Symbol der Saison ist Cava, der Schaumwein nach traditioneller Methode. Er begleitet nahezu alles auf der Festtafel – vom Snack bis zum Dessert – und unterstreicht mit seiner Frische die heitere Stimmung.
Ein zweites Aushängeschild ist Turrón, ein im ganzen Land geliebtes Weihnachtskonfekt. Es reicht von weichem Honig-Mandel-Nougat bis zu knusprigen, karamellisierten Varianten mit Nüssen – oft als süßer Abschluss serviert. Handwerksbetriebe geben diesem Klassiker eigene Handschriften.
Madrid, das Herz des Landes, begrüßt den Silvesterabend stilvoll. Der Abend beginnt häufig mit Tapas – Jamón, Manchego und Patatas Bravas.
Spanischer Wein fließt selbstverständlich – Rioja, Ribera del Duero oder spritziger Cidre – und setzt den Ton für eine lange Nacht. Kurz vor Mitternacht richtet sich an der Puerta del Sol der Blick auf die Uhr: Zur Tradition gehören 12 Weintrauben, eine pro Glockenschlag, als Wunsch für Glück im kommenden Jahr.
Andalusien, sonnig und lebensfroh, ist bekannt für Süßigkeiten mit maurischen Anklängen. Polvorones – mürbe Mandel-Anis-Gebäckstücke – zerfallen buchstäblich auf der Zunge.
Unverzichtbar sind auch Alfajores: zwei zarte Kekse, gefüllt mit Kondensmilch oder Honig und mit Zucker bestäubt. Beides liegt oft in festlichen Schachteln bereit – ein beliebtes Geschenk für Familie und Freunde.
Spanien macht die Feiertage zur Sinnesfeier. Das Treiben der Märkte, das Klingen von Cava und der Duft von Turrón und Polvorones ergeben eine Stimmung, die man so schnell nicht vergisst. Die Küche erzählt hier eine Geschichte von Lebensfreude, Familie und überlieferten Aromen.
Von lebhaftem Katalonien bis zum behaglichen Andalusien lädt das Land dazu ein, Teil der Feier zu sein. Leuchtende Geschmäcker und warme Bräuche machen diese Tage besonders.

Skandinavien steht für Wärme und Gelassenheit – gerade zu Weihnachten. Alles wirkt durchsetzt von Hygge, dem Gespür für Behaglichkeit und Glück. Schweden, Norwegen und Finnland bringen Familien mit Gerichten zusammen, die kalte Tage zu schönen Erinnerungen machen.
In Schweden heißt das Festmahl Julbord – ein üppiges Weihnachts-Smörgåsbord. Dazu gehören marinierte Heringe in mehreren Varianten – Dill, Senf oder Zwiebel –, daneben Köttbullar (kleine Fleischbällchen mit Preiselbeeren) und Julskinka, der glasierte Weihnachtsschinken mit Senf und Zucker.
Zum Dessert gibt es Milchreis mit Zimt; darin verbirgt sich eine Mandel. Der Brauch sagt, wer sie findet, habe im kommenden Jahr besonderes Glück.
In Norwegen laden lange Abende zu einer Tasse Gløgg ein – heißer Wein oder Saft mit Gewürzen, Nüssen und Rosinen. Das wärmt Hände und Stimmung.
Das Hauptgericht zur Festzeit ist Lutefisk – getrockneter Fisch, in Lauge eingeweicht, dann gedämpft oder gebacken und mit Erbsenpüree, Speck und Kartoffeln serviert. Ein markanter Geschmack, der von Herkunft und Respekt vor Tradition erzählt.
In Finnland stehen Weihnachtsgebäck in Sternform im Mittelpunkt – Blätterteigtaschen mit Preiselbeer- oder Cranberrykonfitüre, so hübsch wie festlich.
Ein weiterer Fixpunkt ist Fischsuppe aus Lachs, Sahne und Dill. Ihr milder Geschmack und die sämige Textur sind wie gemacht für Wintertage – ein leiser Ausdruck von Wärme und Miteinander.
Skandinavische Bräuche treffen den Kern von Hygge: Freude an einfachen Dingen, Kerzenschein, der Duft von Zimt und Kardamom, Wolldecken und das Knistern des Feuers – so wird raues Wetter zur Feier.
Jedes Gericht ist mehr als Nahrung; es geht um Wurzeln und geteilte Erinnerungen. Schweden, Norwegen und Finnland laden dazu ein, die Magie der Saison über Aromen zu fühlen, die Körper und Seele wärmen.

In Mittel- und Osteuropa leben alte Weihnachtsbräuche weiter – jedes Land setzt eigene Farbtöne. Festtafeln spiegeln Kultur, Familienwerte und tief verwurzelte Rituale.
In Tschechien und der Slowakei gehört gebratener Karpfen mit Kartoffelsalat ins Zentrum der Tafel. Schon die Zubereitung des Fisches ist ein Familienritual.
Vor dem Hauptgang steht oft eine Weihnachtssuppe: Krautsuppe (Kapustnica) mit Pilzen und Räucherwaren oder eine Fischsuppe mit Gemüse. Sie symbolisiert Fülle und gibt den Ton vor.
Zum Dessert gibt es Trdelník – süßen Teig, am offenen Feuer gebacken und in Zucker, Zimt und Nüsse gewälzt. Auf Märkten heiß serviert, ist er ein Stück Handwärme.
Polen ist bekannt für das reiche Heiligabendessen Wigilia mit 12 fleischlosen Speisen – eine für jeden Apostel.
Die symbolträchtigste Gabe ist Opekunki – dünne Oblaten, die man am Tisch bricht und sich dabei Wohlergehen wünscht.
Sehr beliebt sind auch Pierogi mit Kraut und Pilzen – schlicht, aber tief befriedigend, serviert mit Öl oder Sauerrahm.
Den Abschluss bildet Kutia – eine süße Mischung aus Weizen, Mohn, Honig, Nüssen und Trockenfrüchten, ein Geschmack von Harmonie und familiärer Einheit.
In Ungarn stehen zu Weihnachten kräftige Aromen und Düfte im Vordergrund. Gulasch – mit Rindfleisch, Gemüse und Paprika – kommt für Winterabende besonders herzhaft auf den Tisch.
Zum Dessert gehören Festkuchen wie Bejgli mit Mohn- oder Walnussfüllung, die die Tafel erhellen. Beliebt sind auch Kifli – süße Kipferl, gefüllt mit Marmelade oder Nüssen.
Auch die Weinkultur ragt heraus. Tokajer, berühmt für seine üppige Süße, passt hervorragend zu Desserts und verleiht dem Mahl Eleganz.
Weihnachten bedeutet hier familiäre Geborgenheit und Tradition. Die Gerichte haben eine ehrliche Klarheit, die im Gedächtnis bleibt.
Ob gebratener Karpfen in Tschechien, Kutia in Polen oder ein Glas Tokajer in Ungarn – jeder Geschmack steht für Dankbarkeit, Zusammenhalt und jene leise Magie, die Familien an der Tafel versammelt.

In Asien ist das Neujahr zugleich Familienzeit und Moment für Gerichte voller Symbolik. Japan, China und Thailand bieten Aromen, die Bedeutung in sich tragen.
In Japan wird Shōgatsu mit Sorgfalt und Präzision begangen. Mittelpunkt ist Osechi-ryōri – eine Auswahl an Speisen in gestapelten Bentoboxen, bei denen jedes Element einen Wunsch für das neue Jahr transportiert:
— Schwarze Bohnen (Kuromame) für Gesundheit und langes Leben.
— Heringsrogen (Kazunoko) für Fruchtbarkeit und Kontinuität.
— Süßes Omelett (Datemaki) für Erfolg in Studium und Arbeit.
Mochi sind unverzichtbar – Reiskuchen in Zōni-Suppe oder gegrillt mit Sojasauce – als Symbol für Glück. Ihre zähe Textur soll Vergangenheit und Zukunft verbinden.
Sake steht häufig auf dem Tisch, mitunter als süßer Amazake, um das Jahr in Wärme zu begrüßen.
In China ist das Frühlingsfest der wichtigste Feiertag, und das Menü ist voll von Zeichen des Wohlstands. Teigtaschen (Jiaozi) gehören zu den Höhepunkten – ihre Form erinnert an Goldbarren. Oft gibt es auch Fisch (Yú) für Überfluss, Reiskuchen (Niángāo) für Wachstum und Fortschritt sowie lange Nudeln für ein langes Leben, ungeschnitten serviert.
Den Abschluss bilden häufig Mandarinen und Orangen – ihre leuchtende Farbe steht für Glück und Freude.
In Thailand feiert man das Neue Jahr zweimal – Songkran im April und den internationalen Jahreswechsel im Januar. Unabhängig vom Datum ist die Festtafel voller leuchtender, oft süßer Aromen.
Tropische Früchte – Mango, Ananas, Rambutan und Longan – stehen im Mittelpunkt; ihre Farben verbinden sich mit Energie und Fülle. Beliebte Desserts sind Klebreis mit Mango (Khao Niao Mamuang) in Kokosmilch; Kokos-Puddings (Khanom Krok), in speziellen Pfannen gebacken – außen knusprig, innen weich; Lotus-Gelee und Tapioka-Süßigkeiten, die Harmonie und Reichtum andeuten.
In Asien trägt jedes Detail der Neujahrstafel Bedeutung. Essen wird zur Botschaft – für Glück, Gesundheit und Zufriedenheit im kommenden Jahr.
Japan steht für Eleganz und Maß, China spricht in starken Symbolen, Thailand verführt mit tropischer Strahlkraft. Zusammen entsteht eine Feststimmung voller Farbe und angenehmer Überraschungen.

Winterliche Foodtouren verbinden Erholung, Kultur und die besten saisonalen Traditionen. Sie gehen über Standardreisen hinaus und konzentrieren sich auf Geschmack, Duft und Festatmosphäre.
Städte und Regionen verwandeln sich in dieser Zeit: Weihnachtsmärkte, Lichterketten und verschneite Kulissen prägen die Stimmung. Eine kulinarische Tour bringt das nah heran – ob im warmen Bistro oder mit einem Becher Glühwein am Marktstand.
Der Winter bringt außerdem Gerichte und Getränke, die es nur jetzt gibt. Jede Region steuert etwas Eigenes bei – Spezialitäten, die in anderen Monaten fehlen.
Solche Reisen finden eine stimmige Balance zwischen Aktivität und Komfort. Tagsüber über Märkte schlendern, Weingüter besuchen oder Kochkurse nehmen; abends am Tisch eines Lokals zur Ruhe kommen. Landschaften und gemütliche Cafés lassen jeden Geschmack noch intensiver wirken.
Ein weiterer Pluspunkt: Viele Ziele sind im Winter ruhiger – Verkostungen und Mahlzeiten laufen entspannter ab. Kürzere Schlangen, leichter verfügbare Tische und festliche Stimmung verleihen dem Erlebnis eine beinahe intime Note.
Winterliche Genussreisen liefern mehr als gute Bissen – sie schaffen Verbundenheit mit Kultur, Menschen und Tradition. Aus kalten Monaten werden Wärme, Geschmack und Eindrücke, die lange nach der Reise bleiben.