Die schönsten Winterreiseziele: von Wien bis Tromsø

Winterstädte: 14 Top-Ziele mit Märkten, Pisten, Nordlicht
© A. Krivonosov

14 Winterreiseziele weltweit: Weihnachtsmärkte in Wien und Prag, Skifahren in Alpenstädten, Nordlichter bei Reykjavík und Tromsø. Kultur und Natur erleben.

Der Winter ist die Zeit der leisen Wunder: Städte erfinden sich neu, Straßen glühen im Lichterkleid, und die Luft duftet nach heißer Schokolade und Gewürzen. Viele nutzen genau jetzt die Gelegenheit, aufzubrechen. Für die einen bedeutet das ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt mit Kunsthandwerk und Klassikern aus der regionalen Küche, für die anderen rasante Abfahrten und weite Schneepanoramen. Hier warten Städte, in denen die kalte Jahreszeit all ihre Facetten zeigt – von romantischen Altstadtgassen bis zu Herzklopfmomenten zwischen Gipfeln. Ob Festivals, Bewegung an der frischen Luft oder ruhige Naturmomente: Diese Orte lassen den Winter in bester Erinnerung bleiben.

Wien, Österreich

Palast, Platz, Weihnachtsbaum, Menschen

Wien gehört zu den betörendsten Städten Europas – und wirkt im Winter wie aus dem Märchenbuch. Die Weihnachtsmärkte sind legendär und ziehen Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an. Die berühmtesten erstrecken sich vor dem Rathaus (Rathausplatz) und beim Schloss Schönbrunn – ideale Orte, um sich mit Punsch aufzuwärmen, österreichische Klassiker zu probieren und handgefertigte Geschenke mitzunehmen.

Winter in Wien ist zugleich hohe Kultur: Ballsaison, Oper und Konzerte klassischer Musik – vom Prunk der Wiener Staatsoper bis zum Goldenen Saal des Musikvereins. Wenn draußen Schnee fällt, fühlt sich das Eintauchen in die Musiktradition noch intensiver an.

Ein gemächlicher Bummel durch das UNESCO-geschützte historische Zentrum ist kaum zu widerstehen. Ikonen wie der Stephansdom und die Hofburg wirken im Rahmen von Schnee und Lichterglanz noch majestätischer. Wer Bewegung sucht, schlüpft aufs Eis: Am Rathausplatz und beim Belvedere entstehen beliebte Bahnen – mit Postkartenkulisse gleich inklusive.

Wer den Geist eines klassischen europäischen Weihnachtsfests, zeitlose Kunst und behaglichen Komfort sucht, wird in Wien stilvoll fündig.

Prag, Tschechien

Platz, Markt, Menschen

Prag zählt zu den schönsten, romantischsten Hauptstädten Europas. Im Winter tragen mittelalterliche Gassen und gotische Fassaden eine feine Schneeschicht, und die Stadt lebt ihre festliche Laune aus – es steht ihr gut, und sie bedankt sich dafür mit Atmosphäre.

Höhepunkt sind die Weihnachtsmärkte, allen voran am Altstädter Ring. Mit der Teynkirche und der Astronomischen Uhr als Kulisse probiert man Trdelník, gegrillte Würste und heiße Honiggetränke. Auf dem Wenzelsplatz wartet ein weiterer beliebter Markt mit eigenem Rhythmus.

Schnee macht Prag zur lebenden Postkarte. Die Blicke über die Karlsbrücke, die Moldau und die Prager Burg – weiße Dächer, glitzernde Straßen – vergisst man nicht so schnell. Nach Einbruch der Dunkelheit wirken die engen Gassen der Kleinseite besonders magisch.

Kulturliebhaber kommen auf ihre Kosten: Oper und Ballett im Nationaltheater und saisonale Konzerte in historischen Kirchen. Ein Abstecher zur Burg und in den gewaltigen Veitsdom beeindruckt in dieser Jahreszeit besonders.

Zürich, Schweiz

Fluss, Gebäude, Lichter

Zürich verbindet die Wärme einer kompakten europäischen Stadt mit der Nähe zu den Alpen in erster Reihe. Im Winter wird es festlich: Märkte, Eislaufbahnen und Cafés mit heißer Schokolade und Glühwein geben den Ton an.

Herausragend ist der Markt im Hauptbahnhof mit einem riesigen Weihnachtsbaum, der in Tausenden Swarovski-Steinen funkelt. Über die Stadt verteilt – vom Niederdorf bis Bellevue – finden weitere Märkte statt, wo Fondue, Raclette und Handwerk die Hauptrollen spielen.

Verschneite Dächer, mittelalterliche Kirchen, verwinkelte Gassen und die ruhige Limmat machen Spaziergänge zum Genuss. Uferpromenaden und Aussichtspunkte schenken weite Blicke über die Stadt und – am Horizont – schneebedeckte Alpen.

Zürich ist zudem ein idealer Startpunkt für Ausflüge in die Berge. In etwa einer Stunde erreicht man große Namen wie Davos und St. Moritz – ob zum Skifahren, Snowboarden oder für stille Winterwanderungen.

Québec, Kanada

Schloss, Straße, Weg

Als eine der ältesten Städte Nordamerikas verwandelt sich Québec im Winter in eine Bühne aus Kopfsteinpflaster, Eis-Palästen und einer langen Liste frosttauglicher Aktivitäten. Ihr Charme wirkt unangestrengt – weil er keiner Mühe bedarf.

Der Star ist der Winterkarneval, der als größtes Winterfestival der Welt gilt. Im Januar und Februar wird die Stadt zum Festzentrum: Kanurennen auf dem zugefrorenen Sankt-Lorenz-Strom, ein riesiger Eispalast, Umzüge, Wettbewerbe – und überall das Maskottchen Bonhomme für die richtige Stimmung.

Die Altstadt zeigt sich unter Schnee besonders märchenhaft: enge Gassen, Häuser aus Jahrhunderten und mächtige Befestigungen wirken wie aus einem Bilderbuch. Das Château Frontenac dominiert die Silhouette; im Winter entsteht unterhalb eine Eisfläche mit weitem Blick über die weiße Stadt.

Aktive stürzen sich in Parks und auf Trails zum Skifahren, Snowboarden, Hundeschlittenfahren oder Schneeschuhwandern. Der Parc National de la Jacques-Cartier ist ein Favorit – mit rauen Tälern und Wäldern im Winterkleid.

Kulinarisch weiß Québec, wie man aufwärmt: Tourtière, Ahorn-Spezialitäten und heiße Schokolade in gemütlichen Lokalen machen kalte Tage kurz und behaglich.

Reykjavík, Island

Straße, Fahrbahn, Gebäude, Menschen

Islands Hauptstadt verbindet herbe Nordschönheit mit der Leichtigkeit einer kleinen Stadt und Wintererlebnissen, die man anderswo kaum findet. Reykjavík wird zum Tor zu Nächten im Schein der Aurora und zu Tagen im warmen Wasser, eingerahmt von Schnee und Lavafeldern.

Viele kommen wegen der Nordlichter. Abseits des Stadtleuchtens – am Stadtrand oder auf den Halbinseln in der Nähe – steigen die Chancen; der Winter bietet die beste Zeit, wenn grüne und violette Schleier über den Himmel ziehen.

Dazu kommt das Geothermie-Ritual. Die Blue Lagoon ist der große Name: ein warmes Mineralbecken zwischen Dampf, Lava und kalter Luft – eine Kombination, die bleibt. In der Stadt bieten öffentliche Thermalbäder das gleiche wunderbare Kontrastprogramm: ein frischer Spaziergang, danach ein langes, heißes Bad.

Reykjavík ist außerdem Ausgangspunkt für den Golden Circle, wo man auch im Winter Gullfoss, den aktiven Geysir Strokkur und den Þingvellir-Nationalpark sieht, in dem tektonische Platten aufeinandertreffen. Schnee steigert die Dramatik der Landschaften.

Im Dezember bringen Weihnachtsmärkte Farbe ins Stadtleben, und die Region lädt zu Hundeschlittentouren, Eishöhlen-Besuchen und Schneemobiltrips ein – Wege, Islands rohe Winterpracht ganz auszukosten.

Salzburg, Österreich

Platz, Gebäude, Weihnachtsbaum

Am Alpenrand gelegen, zeigt Salzburg den Winter von seiner festlichen Seite. Geschichte, Musik und Berge treffen hier zusammen – eine Stadt, die man leicht ins Herz schließt, wenn die Nächte lang sind und die Lichter angehen.

Die Weihnachtsmärkte auf Dom- und Residenzplatz, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert reichen, geben den Ton an: barocke Kirchen, leuchtende Gassen, Strudel, Gewürzgebäck, Punsch und Kunsthandwerk. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es in der Altstadt besonders stimmungsvoll, wenn Musik und Licht ineinandergreifen.

Musik ist allgegenwärtig – schließlich ist dies Mozarts Geburtsstadt. Der Winter bringt einen vollen Kalender mit klassischen Konzerten, auch an Orten, die eng mit seinem Leben und Werk verbunden sind. Je näher Weihnachten rückt, desto intensiver klingen die Aufführungen in historischen Kirchen.

Hoch darüber thront die Festung Hohensalzburg, schneebestäubt und imposant, mit weitem Blick auf die Alpen und die Stadt, die unten wie eine Weihnachtskarte funkelt.

Und fürs Skifahren liegen berühmte Ziele wie Zell am See und Saalbach-Hinterglemm nah genug für einen Tagesausflug – sei es für die Piste oder einen Spaziergang auf winterlichen Wegen. Manchmal ist die beste Einkehr schlicht eine Hütte mit Aussicht.

Talinn, Estland

Platz, Weihnachtsbaum, Burgen

Die mittelalterliche Altstadt von Tallinn glänzt im Winter, wenn Schnee Kanten weichzeichnet und Lichter den Rest besorgen. Kaum eine Stadt trägt ihre Geschichte so schön – besonders, wenn das Thermometer fällt.

Das Herz schlägt auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz. Mit dem gotischen Rathaus als Kulisse gibt es kräftige estnische Küche – heiße Würste, Blutwurst, gewürzte Getränke – und einen hohen Baum, dessen Tradition bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Musik, Licht und Veranstaltungen füllen die Abende mit gelöster Stimmung.

Die zum UNESCO-Welterbe zählende Altstadt wird unter Schnee zum Freilichtmuseum: Steintürme, Mauern und Tore führen zu Aussichtspunkten wie dem Domberg (Toompea), von dem sich die Stadt in perfekten Winterbildern ausbreitet.

Auf dem Harjumägi-Eisfeld läuft man mit Blick auf die Türme der Altstadt, während Parks in und um die Stadt präparierte Loipen und stille Winterspaziergänge durch Wälder und an gefrorenen Seen bieten.

Kurze Tage und lange, gemütliche Abende passen zu Tallinn. Lokale Cafés und Restaurants servieren Wärmendes – Wildsuppe, Kartoffelpuffer und heiße Getränke auf Honig- oder Preiselbeerbasis –, ideal, um am Feuer wieder aufzutauen.

Innsbruck, Österreich

Gebäude, Berge, Fluss

Die Tiroler Landeshauptstadt ist Winter in Reinform: Kultur, alpine Kulisse und erstklassiger Sport in einer kompakten Stadt. Umringt von schneebedeckten Gipfeln, die man fast überall sieht, hat Innsbruck die Winterspiele schon zweimal ausgerichtet – die Referenzen sprechen für sich.

Nahe Skigebiete erlauben den Wechsel zwischen Stadtleben und Bergtag ohne Umwege. Beliebt sind Patscherkofel, Axamer Lizum und der Stubaier Gletscher, wo die Saison bis weit in den Frühling reicht.

In der Stadt entfalten Weihnachtsmärkte ihre Wirkung vor historischer Kulisse. Der Hauptmarkt am Goldenen Dachl ist ein Höhepunkt – mit Tiroler Schmankerln, Punsch, Süßem und viel Handgemachtem. Märkte in der Maria-Theresien-Straße und in Wilten setzen eigene Akzente.

Winterliche Spaziergänge durch die Altstadt führen an Hofburg und Hofkirche vorbei – Schicht um Schicht Geschichte zum Anfassen. Mit der Bahn schwebt man vom Zentrum auf den Hafelekar – für kompromisslose Ausblicke auf Stadt und Alpen.

Museen und Galerien – vom Tiroler Landesmuseum bis zum Museum für Volkskunst – runden das Bild ab. Schneeschuhgehen, Eislaufen und Pferdeschlittenfahrten sind nah – und danach erledigen eine Hütte und der Blick den Rest.

Die Saison lädt außerdem zur Tiroler Küche ein: Käsespätzle, Gröstl und Kaiserschmarrn sind Winterfavoriten, gemacht für kalte Tage.

München, Deutschland

Platz, Gebäude, Menschen

Die bayerische Landeshauptstadt verbindet Feststimmung mit großer Kultur – eine unkomplizierte Empfehlung für eine Winterauszeit. Schneebestäubte Parks, Märkte, Eislaufbahnen und kräftige Küche schaffen eine Mischung, die lebendig und gemütlich zugleich ist.

Das Aushängeschild ist der Markt am Marienplatz unter dem neugotischen Rathaus: Glühwein, heiße Würste, frischer Lebkuchen und traditionelles Handwerk an einem Ort. Darüber hinaus sorgen der Alt-Münchner Markt am Weißenburgplatz und ein Mittelaltermarkt für eigene Nuancen.

Winter ist auch Zeit fürs Drinnen: die Residenz, einst Sitz der bayerischen Könige; Alte und Neue Pinakothek mit europäischen Meisterwerken; und Abende in der Oper oder im Gärtnerplatztheater machen kalte Tage zum Plus.

Für Skifahrer und Snowboarder sind die Bayerischen Alpen ein Katzensprung – Ziele wie Garmisch-Partenkirchen und Tegernsee liegen in Reichweite. In der Stadt hält etwa die Bahn am Karlsplatz (Stachus) die Kufen in Bewegung.

Und wenn es ums Auftanken geht, liefern Wirtshäuser und Restaurants: Würste, Sauerkraut, Schweinshaxe, saisonales Wild, Braten, Strudel – und zum Schluss ein wärmender Kaiserschmarrn.

New York, USA

Eisbahn, Gebäude, Menschen

New York spielt den Winter groß: Lichter, Kultur im Überfluss und klassische Rituale, die Jahr für Jahr Menschen anziehen. Das Format ist monumental, doch erst die Details – Schaufenster, Musik an den Eisbahnen, aufsteigender Dampf aus Gullys – setzen die Stimmung.

Die Eisbahn am Rockefeller Center unter dem riesigen Weihnachtsbaum ist eine Ikone – für viele ein Muss. Im Central Park bietet die Wollman Rink weite Blicke auf Midtown und die Parkbäume – besonders stimmig, wenn Schnee liegt.

Weihnachtsmärkte gehören dazu: Der Markt am Union Square ist erste Adresse für Handgemachtes und heiße Getränke; Columbus Circle und das Winter Village am Bryant Park kombinieren Shopping mit Eislaufen und Café-Pausen.

Für Shopper werden die Schaufenster an der Fifth Avenue zur eigenen Schau – Kaufhäuser wie Saks Fifth Avenue, Bergdorf Goodman und Macy’s geben alles. Macy’s am Herald Square richtet außerdem ein beliebtes Feiertagsevent aus, das Familien Jahr für Jahr fest einplanen.

Der Central Park hat im Winter seine eigene Ruhe. Rodelhügel, Rundbögen und zugefrorene Teiche bieten ein langsameres Tempo mitten in der Großstadt – New York kann groß und intim zugleich sein, sogar am selben Nachmittag.

Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

Straße, Haus, Berge

Am Fuß der Alpen in Südbayern vereint Garmisch-Partenkirchen zwei historische Orte zu einem starken Skiziel. Traditionelle Fassaden und moderner Komfort machen den Ort zum Favoriten für Wintersportfans.

Mehr als 60 Kilometer Pisten bedienen alle Niveaus. Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze (2.962 m), liefert weite Blicke über die Alpen bis in Nachbarländer. Skifahrer teilen ihre Zeit zwischen Zugspitze und dem Gebiet Garmisch Classic – jede Seite mit eigener Note.

Über den alpinen Skilauf hinaus gibt es Snowboarden, Rodeln, Langlaufloipen und Winterwanderwege. Freeride-Zonen und Snowparks sorgen für Extra-Adrenalin. Nach einem Tag draußen bieten Thermen und Spas – etwa das Alpspitz-Wellenbad – Saunen, Massagen und wohlige Auszeiten im warmen Wasser.

Der Ort bleibt bayerisch in der Seele: Häuser mit Lüftlmalerei, alte Gassen in Partenkirchen mit Wurzeln bis in römische Zeiten und Feste, die die Tradition lebendig halten.

Unterkünfte reichen von gehobenen Hotels bis zu gemütlichen Chalets, die Küche von bayerischen Klassikern bis zu international. Bahnanschlüsse nach München und weiter erleichtern Anreise und Ausflüge.

Wer aktive Tage, Alpenkulisse und bayerische Atmosphäre kombinieren möchte, liegt in Garmisch-Partenkirchen richtig.

Tromsø, Norwegen

Berg, Schiffe

Nördlich des Polarkreises macht Tromsø seinem Spitznamen „Tor zur Arktis“ alle Ehre – mit polaren Wundern und einer lebendigen Kulturszene. Wer das volle Nord-Erlebnis sucht, ist hier schwerlich besser aufgehoben.

Klare Nächte und lange Winterdunkelheit machen Tromsø zu einem der besten Orte weltweit für Nordlichter. Viele Touren führen aus der Stadt hinaus, um Lichtverschmutzung zu vermeiden und das Spektakel zu verstärken.

Abenteuer gibt es reichlich: Huskytouren durch verschneite Landschaften, Schneemobilausflüge für Tempo – und Walbeobachtungen, bei denen Orcas und Buckelwale an der Küste auftauchen.

Die Polarnacht legt sich für Wochen über die Stadt, doch das blaue Licht verleiht allem einen surrealen Glanz – ideal für Wanderungen und Skitouren in den umliegenden Hügeln.

Die Stadt vermittelt arktische Kultur im Polarmuseum und im Tromsø Museum, das das Leben der Sámi beleuchtet. Die Eismeerkathedrale ist zum markanten Wahrzeichen geworden.

Im Januar folgen das Tromsø International Film Festival, eines der nördlichsten der Welt, und das Nordlicht-Festival für Musik und Kunst. Langlauf und Schneeschuhgehen führen in ruhigere Ecken der Stadt.

Tromsø verbindet arktische Schönheit, aktive Erlebnisse und ein starkes Heimatgefühl – ein Winter, der sich ins Gedächtnis schreibt.

Edinburgh, Schottland

Straße, Schloss, Fahrbahn, Menschen

Edinburgh zeigt sich im Winter wunderbar theatralisch: historische Kulisse, warme Pubs und große Saisonereignisse verleihen der Stadt einen Glanz, der alt und neu zugleich wirkt.

Das Edinburgh Christmas Festival füllt das Zentrum mit Lichtern, Märkten, Fahrgeschäften und einer Open-Air-Eisbahn – eine der strahlendsten Festinszenierungen im Vereinigten Königreich. Hogmanay, Schottlands berühmter Jahreswechsel, entfaltet sich mit Fackelumzügen, Open-Air-Konzerten und Feuerwerk über dem Edinburgh Castle.

Die Architektur scheint wie für den Winter gemacht. Das Schloss auf seinem Felsen hat unter Schnee etwas Märchenhaftes. Die Royal Mile leuchtet abends im Festlicht. Zeit bleibt für die Burg, den Palace of Holyroodhouse oder den Aufstieg auf Arthur’s Seat – mit weiten Blicken über die Dächer.

Weihnachtsmärkte an der Princes Street vereinen Kunsthandwerk und lokale Spezialitäten – Glühwein und Haggis inklusive – mit dem Eisfeld nebenan. Wer einkauft, stöbert in Tartan, Kaschmir und Whisky in den Boutiquen der Stadt.

Für Draußenmomente bieten sich Arthur’s Seat und Calton Hill an; die Pentland Hills vor der Stadt locken – wenn es das Wetter zulässt – mit Langlauf und Winterwanderungen.

Dunkle Abende verstärken die Anziehungskraft von Geistertouren durch Gassen und unterirdische Gewölbe – Edinburghs Legenden fühlen sich im Winter besonders lebendig an.

Zakopane, Polen

Berge, Stadt

Am Fuß der Hohen Tatra ist Zakopane Polens Winterhauptstadt – geliebt für Bergsport, verschneite Szenerie und die Kultur der Goralen.

Die Skigebiete bedienen alle Ansprüche. Kasprowy Wierch ist die große Bühne – mit starken Pisten und moderner Infrastruktur. Gubałówka und Nosal sind ebenfalls beliebt; die Ausblicke machen selbst kurze Abfahrten besonders. Snowparks bedienen Boarder und Freestyle-Fans.

Die Tatra lädt zu Winterwanderungen, Bergtouren und Schneemobilfahrten. Ein Lieblingsweg führt zum Morskie Oko, einem von Gipfeln umschlossenen See – im Winter ein besonders eindrucksvolles Bild in Weiß.

Die charakteristische Holzarchitektur – der Zakopane-Stil – prägt das Stadtbild. Geschnitzte Details und steile Dächer scheinen für Schnee gemacht. Festivals, Tänze und Musik der Goralen rücken die Identität der Region in den Mittelpunkt.

Lichter, saisonale Märkte und polnisches Soulfood setzen auf der Flaniermeile Krupówki die Festtöne. Handgemachte Souvenirs, Wolle und Wärmendes – Oscypek (geräucherter Bergkäse), Glühwein, Süßes – gehören dazu.

Nahe Thermalbäder in Bukowina Tatrzańska und Chochołów veredeln jeden Skitag – heiße Pools mit Bergblick, Saunen und Spa-Ecken für einen langsamen Abend.

Zakopane ist außerdem Gastgeber internationaler Skisprungwettkämpfe an der Wielka Krokiew, die große Zuschauermengen anziehen und Sportstimmung in die Stadt tragen. Rodeln, Loipen und Eislaufbahnen runden das Winterprogramm ab.

Auch Romantik findet hier ihren Platz: schmale Gassen, Holzhäuser, weiße Gipfel und stille Straßen laden zu unaufgeregten Tagen zu zweit. Kurz gesagt: Zakopane verbindet Action, Tradition und Bergschönheit zu einer Winterauszeit, die bleibt.