Entdecke außergewöhnliche Restaurants weltweit: vom Unterwasserrestaurant auf den Malediven über Höhlen und Klippen bis zum schwebenden Dinner in the Sky.
Weltweit locken zahlreiche Restaurants nicht nur mit feiner Küche, sondern mit Kulissen, die ein Abendessen zur kleinen Reise machen. In solchen Adressen spielt jedes Detail – vom Interieur bis zum Standort – auf eine bestimmte Stimmung ein. Man speist unter den Wellen, in einer Höhle, auf einer Klippe über dem Meer oder sogar schwebend in der Luft. Hier sind Orte, in denen die Atmosphäre zum Geschmack gehört und ein Besuch allemal einen Abstecher wert ist.

Auf den Malediven war dieses Haus das erste Unterwasserrestaurant, in dem Gäste rund fünf Meter unter der Oberfläche speisen konnten. Es gehört zum Conrad Maldives Rangali Island Resort und liegt in einer der fotogensten Ecken des Indischen Ozeans.
Der Raum ist ein transparenter Acryl-Tunnel mit Kuppeldach und eröffnet einen 270-Grad-Blick auf das Riff und seine Bewohner. Bemerkenswert ist die Stille – sanftes Licht, ruhiges Design und ein weit gespanntes Panorama aus Korallen und vorbeiziehendem Meeresleben. Rochen, Haie und Schwärme tropischer Fische ziehen direkt über den Köpfen vorbei; die Wirkung ist überraschend beruhigend.
Die Karte lehnt sich an elegante europäische Küche an, mit Schwerpunkt auf Meeresfrüchten und lokalen Zutaten. Degustationsmenüs setzen auf präzise Aromen und eine polierte Präsentation – etwa Hummer-Carpaccio, Foie gras mit Trüffelsauce und Filet vom Wolfsbarsch.
Reservierungen sind unerlässlich. Es gibt rund 14 Plätze, was den Anlass noch besonderer macht. Der Zugang erfolgt über einen Holzsteg und eine Wendeltreppe hinunter in den Unterwassertunnel.

Auf der tansanischen Insel Sansibar thront dieses kleine Restaurant auf einem Felsen im Indischen Ozean – eine seltene Mischung aus Abgeschiedenheit und Nähe zur Natur. Das Setting ist ebenso Anziehungspunkt wie die Küche und macht aus dem Essen ein kompaktes Abenteuer.
Es liegt nahe dem Dorf Michamvi Pingwe an der Südostküste und ist bei Ebbe über den weißen Sandstrand zu Fuß erreichbar. Kommt die Flut, bringt ein Boot die Gäste hinüber – eine Extraportion Romantik.
Drinnen ist es klein und behaglich, Platz für etwa 12–15 Gäste. Die Optik ist schlicht und elegant mit lokalen Akzenten, und jeder Tisch ist auf den Meerblick ausgerichtet.
Die Karte verbindet Sansibar-Traditionen mit fangfrischen Meeresfrüchten – Hummer, Garnelen, Oktopus und Fisch – dazu Fleischgerichte und vegetarische Optionen. Ein Hausklassiker ist die Seafood-„Rock Pasta“. Kräuter und Gewürze aus der Region geben den unverwechselbaren Duft.
Dank seines Standorts ist es eine der Signatur-Adressen Sansibars – einprägsam wegen der Teller wie wegen des Drumherum.

Auf der Kanareninsel Lanzarote ist dieses Restaurant für eine einzigartige Technik bekannt: Es kocht mit Hitze aus dem Erdinneren. Im Herzen des Nationalparks Timanfaya – berühmt für außerirdisch wirkende Lavafelder – nutzt El Diablo den vulkanischen Charakter der Insel.
Es öffnete 1970 und wurde vom gefeierten kanarischen Architekten César Manrique entworfen; die Landschaft fließt förmlich ins Erlebnis am Tisch.
Das Markenzeichen, der „Vulkan-Grill“, ist eine kreisrunde Öffnung im Boden, aus der Hitze aufsteigt. Bei etwa 450–500 °C bekommen Fleisch und Meeresfrüchte einen charakteristischen Schliff. Der Vulkan ruht, doch seine Wärme arbeitet in der Küche.
Die Karte setzt auf spanische und kanarische Klassiker sowie alles, was auf dem Vulkan-Grill glänzt – Schwein, Huhn, Rind, Fisch, Tintenfisch. Spieße und gegrillter Fisch stechen hervor.
Naturstein und Holz geben dem Raum Wärme, große Fenster rahmen die karge Schönheit der Lavafelder und feuerfarbenen Hügel von Timanfaya. Ein Blick, der allein schon zum Verweilen verführt.

Im süditalienischen Polignano a Mare liegt dieses Restaurant in einer natürlichen Meeresgrotte, die in eine Klippe über der Adria geschnitten ist. Romantischer geht es kaum.
Die Höhle, lange als Zufluchts- und Versammlungsort genutzt, beherbergt heute einen der begehrtesten Speisesäle Italiens. Der Zugang führt durch einen historischen Palazzo und über eine Treppe hinab in die Grotte.
Der Hauptbereich ist eine offene Terrasse im Fels, überdeckt von einem natürlichen Gewölbe. Die Tische sind auf die Aussicht ausgerichtet, die zum Sonnenuntergang regelrecht fesselt, wenn der Horizont im Wasser verschmilzt.
Die Küche konzentriert sich auf klassische italienische Aromen, besonders auf frische Meeresfrüchte und Saisonprodukte – Austern, Hummer, Pastagerichte mit Meeresfrüchten, Fleisch und fein ausgearbeitete Desserts.
Geöffnet ist nur in den warmen Monaten, meist von Mai bis Oktober, damit die Freiluftterrasse voll ausgespielt werden kann.
Oft wird es für Meilensteine gewählt – romantische Dinners, Hochzeiten und Feiern –, bei denen Atmosphäre ebenso wichtig ist wie die Küche.

Am Railay Beach in Krabi liegt The Grotto in einer natürlichen Höhle am Fuß einer Kalksteinwand, genau dort, wo Sand auf Meer trifft. Es gehört zum Rayavadee Resort, das für polierten Service und ein Händchen für dramatische Kulissen bekannt ist.
Die Tische stehen direkt im Sand unter dem Felsgewölbe, vor sich das türkisfarbene Wasser der Andamanensee und Inseln am Horizont. In der Dämmerung übernimmt der Ausblick die Hauptrolle.
Das Interieur bleibt bewusst minimalistisch, damit die Struktur der Höhle spricht. Sanftes Licht und Kerzenschein machen den Abend leise theaterhaft.
Die Küche bietet frische Meeresfrüchte und thailändische Favoriten – Austern, gemischte Meeresfrüchte vom Grill, Salate mit tropischen Früchten aus der Region und eine wechselnde Auswahl regionaler Spezialitäten. Besonders beliebt sind Barbecue-Abende am Strand.

Dieses Konzept serviert ein komplettes Degustationserlebnis 50 Meter über dem Boden. Gegessen wird auf einer Plattform, die an einem Kran hängt; in der Mitte eine Kochstation, rundherum die Plätze – hier treffen Gastronomie und Adrenalin aufeinander.
2006 in Belgien entstanden, tourt es seither um die Welt und war bereits in Ländern von Frankreich und Italien bis zu den USA, Kanada, Australien und darüber hinaus zu Gast.
Die Plattform fasst 22 Personen, jeder Sitz ist mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet. In der Mitte kochen Küchenchef und Team sichtbar für alle. Ist man einmal hochgezogen, wird das Panorama Teil des Menüs.
Die Menüs variieren je nach Ort und Anlass, der Fokus liegt jedoch stets auf guten Produkten und feiner Präsentation.
Der Reiz liegt nicht nur in der Höhe, sondern im Perspektivwechsel – eine Stadt oder Küstenlinie von oben zu sehen, während Gänge serviert werden, macht aus dem Essen eine Erinnerung.

Hochküche mit Aussicht: Dieses emblematische Restaurant befindet sich auf der zweiten Ebene des Eiffelturms, 125 Meter über der Stadt. Es zählt zu Frankreichs bekanntesten Speisesälen und zieht Feinschmecker und Reisende wegen Küche, Atmosphäre und weitem Paris-Panorama an.
Benannt nach dem Schriftsteller Jules Verne, eröffnete es 1983 und wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – ein Hinweis auf das handwerkliche Niveau.
Die Anmutung ist geschliffen und zeitgemäß, im Dialog mit dem Eisenwerk des Turms. Von bodentiefen Fenstern rücken Louvre, Seine, Triumphbogen und Montmartre ganz nah. Nach Einbruch der Dunkelheit übernimmt das Lichtermeer.
Die Karte bietet verfeinerte französische Küche auf Basis saisonaler Produkte und kreativer Neuinterpretationen – Foie gras mit Trüffeln, im Zitronengras gebackener Hummer, Ente mit Johannisbeersauce sowie Klassiker wie Tarte Tatin.
Gäste erreichen das Restaurant per privatem Aufzug direkt auf die zweite Ebene – ein Detail, das die besondere Note unauffällig verstärkt. Für romantische Abende und große Momente liegt die Wahl nahe.

An Kenias Küste bei Diani Beach serviert dieses Restaurant in einer Korallenhöhle, die Geologen auf rund 180.000 Jahre datieren. Es zählt zu den stimmungsvollsten Adressen Ostafrikas.
Die Höhle gliedert sich in mehrere Kammern, jeweils so gestaltet, dass die natürlichen Korallenwände und Gewölbe zur Geltung kommen. Abends rahmen Öffnungen im Gestein den Nachthimmel, was dem Dinner einen Hauch von Magie verleiht.
Der Eingang trägt traditionelle afrikanische Motive, die Beleuchtung ist weich und intim. Mit Platz für bis zu etwa 30 Gäste eignet sich das Haus für romantische Dinners, Hochzeiten und kleine private Feiern.
Die Küche ist international mit starker Meeresfrüchte-Ausrichtung – frische Austern, Garnelen, Hummer und gegrillter Fisch – dazu Steaks, Lamm und vegetarische Optionen. Desserts wie Cheesecake oder tropische Früchte in Kokossauce beschließen das Mahl auf eine helle Note.
Der Ort spielt die Hauptrolle: unter Sternen zu speisen und zugleich in einer natürlichen Höhle zu sitzen, vergisst man so schnell nicht.

Auf der thailändischen Insel Ko Kut denkt dieses Erlebnis – Teil des Soneva-Kiri-Resorts – das Essen in luftiger Höhe neu. Gäste nehmen in Bambus- und Rattan-Pods Platz, die in die Baumwipfel gezogen werden, etwa 10–15 Meter über dem Boden.
Jede Kapsel fasst bis zu vier Personen. Einmal oben, öffnet sich der Blick über tropischen Wald, weißen Sand und den Golf von Thailand. Die Ruhe ist umhüllend und die Privatsphäre selten.
Das Team liefert Speisen und Getränke per Seilsystem – ein spielerischer Moment, der die Stille nicht stört.
Die Karte greift thailändische Traditionen mit modernen Akzenten auf und nutzt frische Zutaten aus der Umgebung – grüner Papayasalat, Kokosmilch-Currys mit Garnelen, Meeresfrüchte vom Grill und Desserts wie Mango mit Klebreis und Kokos.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an Resortgäste und muss wegen der begrenzten Kapazität vorab gebucht werden. Kaum überraschend zählt es zu Thailands meistfotografierten Dining-Erlebnissen.

Mitten in Covent Garden gilt Clos Maggiore oft als eines der romantischsten Restaurants Londons. Der Reiz entsteht aus fein gearbeiteter französischer Küche und einem Raum, der wie gemacht ist für besondere Augenblicke.
Inspiriert von provenzalischen Landhäusern ist das Ambiente warm detailliert. Das Herzstück ist der Wintergarten: Zweige mit Kirschblüten, weiße Blüten und Hunderte kleiner Lichter spannen ein leises Blätterdach. Im Winter sorgt ein Kamin für Glut; im Sommer öffnet sich das Glasdach zum Himmel.
Die Karte bietet französische Gerichte mit modernem Gespür – gebratene Ente mit karamellisierten Äpfeln und Lavendelhonig, Austern mit Champagner, Hummer mit Avocado-Tatar, Foie gras mit Trüffelsauce. Sie wechselt saisonal, um die frischesten Produkte zu nutzen, und hält Optionen für Vegetarier sowie Gäste mit besonderen Ernährungswünschen bereit.