Die besten Selfie-Spots der Welt: von Paris bis Petra

Die fotogensten Orte für Selfies weltweit: Top-Spots
Rost.galis, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Entdecke die fotogensten Selfie-Spots: Eiffelturm, Grand Canyon, Santorin, Burano, Blaue Lagune, Petra – mit praktischen Tipps für stimmungsvolle Aufnahmen.

In der heutigen Reisekultur sind Selfies selbstverständlich geworden – ein Weg, flüchtige Momente festzuhalten und mit Freunden und Followern zu teilen. Auf der Suche nach dem perfekten Bild zieht es Reisende in die fotogensten Ecken der Welt, von Architekturikonen bis zu ungezähmten Naturwundern. Manche Orte wirken, als wären sie für die Kamera gemacht. Hier sind die Schauplätze, an denen fast jedes Bild wie ein kleines Kunstwerk durchgeht. Ob die Romantik des Eiffelturms in Paris oder die Geheimnisse von Machu Picchu in Peru: Diese Orte bieten nicht nur fesselnde Ausblicke, sondern auch eine Stimmung, die jedem Selfie einen Hauch Magie verleiht.

  • Eiffelturm (Paris, Frankreich)
  • Grand Canyon (Arizona, USA)
  • Santorin (Griechenland)
  • Burano (Venedig, Italien)
  • Blaue Lagune (Island)
  • Petra (Jordanien)
  • Chichen Itza (Mexiko)
  • Park Güell (Barcelona, Spanien)

Eiffelturm (Paris, Frankreich)

Eiffelturm
Maksim Sokolov (maxergon.com), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kaum ein Wahrzeichen ist so sofort erkennbar wie der Eiffelturm – Sinnbild von Paris und Magnet für alle mit Kamera. Hoch über der Stadt zieht er jedes Jahr Millionen an, viele auf der Jagd nach dem entscheidenden Selfie. Warum bleibt er unangefochten ganz oben auf der Liste?

Zum einen liefert der Turm eine Kulisse, die viel Arbeit abnimmt: monumentale Linien, historische Schwere und die Aura der Weltausstellung von 1889, als er als Ingenieurs- und Kunststück Premiere feierte. Ein Selfie hier hält nicht nur einen Moment fest, es greift die Romantik und Größe der Stadt auf.

Zum anderen sorgen die vielen Blickwinkel für Abwechslung: Am Fuß lässt sich seine Wucht dramatisieren, von den Plattformen öffnet sich die Vogelperspektive auf Paris. Nach Einbruch der Dunkelheit kippt die Stimmung mit tausenden Lichtern ins Theatralische – Abendfotos wirken beinahe filmisch.

Wichtig ist auch: Der Turm selbst darf frei fotografiert werden, seine Illumination gilt jedoch als eigenes, urheberrechtlich geschütztes Kunstwerk. In Frankreich ist die Veröffentlichung von Nachtaufnahmen des Turms verboten und kann mit bis zu fünf Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von bis zu 0,5 Millionen Euro geahndet werden.

Grand Canyon (Arizona, USA)

Grand Canyon
Tuxyso / Wikimedia Commons

Vom Colorado River über Millionen Jahre geformt, ist der Grand Canyon ein großes Naturtheater – weit, geschichtet, unendlich fotogen. Als Selfie-Kulisse liefert er eine Dramatik, die sich nicht inszenieren lässt.

Die schiere Dimension trifft zuerst: mehr als 1,6 Kilometer tief und rund 446 Kilometer lang. Diese Landschaft wirkt per se episch.

Auch die Auswahl passt: Der South Rim ist am zugänglichsten und am beliebtesten, mit atemberaubenden Ausblicken an fast jeder Ecke. Der ruhigere North Rim steht dem in nichts nach und eignet sich für nachdenklichere Aufnahmen.

Licht macht den Unterschied. Über den Tag verändert der Canyon sein Gesicht, doch Sonnenauf- und -untergang tauchen die Felsen in Rot, Orange und Violett – Momente, in denen Selfies besonders kraftvoll wirken.

Santorin (Griechenland)

Santorin
Norbert Nagel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Santorin wirkt wie fürs Objektiv entworfen: weißgekalkte Architektur, blaue Kuppeln und ein Caldera-Blick, der alles andere überstrahlt.

In Oia setzen die berühmten Kirchkuppeln und die klaren weißen Wände den Ton – der Sonnenuntergang von den Burgruinen aus stiehlt zuverlässig die Szene.

Fira, die Inselhauptstadt, besteht aus engen Gassen, weißen Fassaden und Bougainvillea. Von einer Terrasse über der Caldera wirkt selbst ein spontaner Schnappschuss durchkomponiert.

Imerovigli bringt Höhe und Drama ins Bild – mit Felsenkulisse über Caldera und Ägäis sowie der blau bekuppelten Kirche des heiligen Georg. Am Roten Strand treffen purpurfarbene Klippen auf nahezu unwirklich blaues Wasser – ein Kontrast, der Selfies auf Anhieb markant macht.

Die alten Dörfer Pyrgos und Emporio mit traditioneller Architektur und verwinkelten Gassen bieten strukturierte Hintergründe. Selbst ein Tisch in einer klassischen Taverna – lokale Gerichte, Hof, Aussicht – kann zum starken Motiv werden.

Und für eine andere Stimmung kombinieren Weinberge und Weingüter Verkostungen mit Blicken über Felder und Meer. Auf Santorin scheint jede Ecke eine fertige Komposition parat zu haben.

Burano (Venedig, Italien)

bunte Häuser
Rustam Abdrakhimov, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Burano in der Lagune von Venedig ist ein Traum für Farbverliebte: leuchtende Fassaden, stille Kanäle und eine gelebte, herzliche Anmutung, die auf Bildern sofort wirkt. Jedes Haus trägt seinen eigenen Ton – selbst ein kurzer Spaziergang liefert unzählige heitere Kompositionen.

Auf dem Galuppi-Platz geben die Kirche San Martino und ihr leicht geneigter Glockenturm den Fotos eine charmante Schieflage. Ein weiterer Lieblingsblick führt über die Brücke am Kanal Rio di Ponte Baldun – Spiegelungen verdoppeln hier die Farbpalette.

Lokale Spitzenläden und Werkstätten setzen Akzente – Selfies neben handgefertigten Stücken tragen die Inselnote ins Bild. Am Rand der Insel liegt ein kleiner Park mit Blick über die Lagune und zu den Nachbarinseln.

Wenn am Abend die Lichter angehen, wird Burano märchenhaft. Illuminierte Fassaden, die sich in den Kanälen spiegeln, ergeben besonders stimmungsvolle, romantische Bilder.

Blaue Lagune (Island)

Blaue Lagune
Acediscovery, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Islands Blaue Lagune ist berühmt für ihr milchig-blaues Thermalwasser vor schwarzen Lavafeldern – ein surrealer Kontrast, der auf Fotos großartig funktioniert.

Star des Schauplatzes ist das Wasser selbst. Die mineralreichen Becken leuchten in Blautönen, die sich vom dunklen Gestein und dem weißen Dampf deutlich absetzen. Aufnahmen direkt im Wasser wirken besonders eindrucksvoll.

Dazu kommt der verspielte Touch der weißen, cremigen Silika-Maske fürs Gesicht – gut für die Haut und fotogen obendrein. Abends verstärken sanftes Licht und Dampf die Atmosphäre; nächtliche Selfies bekommen hier eine gemütliche, beinahe traumartige Note.

Petra (Jordanien)

antike Stadt, Berge
Bernard Gagnon, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Petra ist Ehrfurcht in Stein: eine Stadt, aus Fels gehauen, deren Monumente noch heute verstummen lassen. Herausragend ist das Schatzhaus (Al-Khazneh) mit seiner kunstvollen Fassade im rosafarbenen Fels. Im frühen Morgen- oder späten Nachmittagslicht wirken Selfies hier besonders kraftvoll.

Der Siq – eine enge Schlucht mit bis zu 80 Meter hohen Wänden – führt zum Schatzhaus und inszeniert mit Licht und Schatten eine filmreife Ankunft. Das Kloster (Ad-Deir), über 800 Stufen erreichbar, belohnt mit Größe und Ruhe – eine Bühne, die man so schnell nicht vergisst.

Die Königsgräber beeindrucken durch Maßstab und Detail, während der Hohe Opferplatz (Al-Madbah) weite Blicke über das gesamte Areal für Panoramaaufnahmen öffnet. Selbst das in den Fels gehauene römische Amphitheater ist eine starke Szenerie fürs Bild.

Chichen Itza (Mexiko)

Pyramide
I, Ondřej Žváček, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Chichen Itza zählt zu den bekanntesten archäologischen Stätten Mexikos – gemacht für markante Bilder dank großer Ruinen und tiefer Geschichte. Im Zentrum steht die Pyramide des Kukulkan (El Castillo), eines der Neuen Sieben Weltwunder. Vor klarem Himmel oder bei Sonnenuntergang bekommen Selfies hier zusätzliches Gewicht.

Ganz in der Nähe verleiht die Heilige Cenote – einst ein Ort von Opfergaben – den Bildern eine geheimnisvolle Note, gerahmt von grünen Rändern um das Wasser. Der Great Ball Court, der größte seiner Art, beeindruckt durch Maßstab und Reliefs; selbst eine einfache Perspektive fängt seine Gravität ein.

Der Tempel der Krieger, flankiert von säulenartigen Kriegerfiguren, liefert starke Symmetrie fürs Bild. Das Observatorium El Caracol setzt einen wissenschaftlichen Akzent – der runde Turm zwischen den Ruinen sticht auf Fotos heraus.

Auch das Spielfeld für Pakal Votan ist ein Ort mit interessanten architektonischen Details und eigenem Charakter. Insgesamt bildet die von Dschungel und grünen Flächen gerahmte Ruinenstadt eine atmosphärische Bühne für den Spaziergang – und für Selfies mit Zeitgefühl.

Park Güell (Barcelona, Spanien)

Park
Jorge Franganillo, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der Park Güell ist Gaudís Farbpalette als Landschaft – verspielt, organisch, unerschöpflich fotogen. Herzstück ist die weite Terrasse mit ihrer geschwungenen, mosaikverkleideten Bank. Selfies scheinen hier förmlich vor Farbe zu leuchten.

Am Haupteingang ist die berühmte Mosaik-Echse (oft Drache genannt) ein Pflichtstopp. Die große Freitreppe hinauf zur Terrasse – mit ihren Brunnen und klaren Formen – funktioniert aus nahezu jedem Blickwinkel.

Wer weitergeht, findet Kolonnaden und Galerien, die an einen natürlichen Wald erinnern: Säulen wie Baumstämme, Kurven, die lebendig wirken. Das Gaudí-Hausmuseum, in dem der Architekt lebte und arbeitete, setzt jeder Aufnahme eine verspielte Silhouette auf.

Dazu kommt das Panorama: Der Park Güell blickt über Barcelona. Im weichen Licht am Morgen oder Abend tragen Selfies mit der Stadtsilhouette – und der fernen Sagrada Família – unverkennbar lokales Flair.

Nicht entgehen lassen sollte man die Eingangspavillons mit ihren hellen Dächern und märchenhaften Linien sowie die Trencadís-Mosaike auf Wegen und Wänden. Diese Details machen aus schlichten Bildern lebhafte Erinnerungen mit Kunstnote.