Camouflage ist nicht überall erlaubt. Erfahre, in welchen Ländern Tarnmuster für Zivilisten verboten sind, welche Strafen drohen und wie du Ärger vermeidest.
Heute ist Camouflage längst nicht mehr nur Sache der Kaserne: Hosen, T‑Shirts und Jacken mit diesem Muster gehören zum Alltagsstil – in Läden, auf der Straße und in den sozialen Netzwerken. Doch nicht jedes Land begrüßt den Look. Mancherorts kann ein Camouflage-Outfit ein Bußgeld oder sogar einen Abstecher zur Polizeiwache nach sich ziehen.
Es gibt eine Reihe von Ländern, in denen Zivilpersonen Camouflage grundsätzlich nicht tragen dürfen – außer sie dienen in den Streitkräften oder bei der Polizei. Dazu zählen: Grenada, Barbados, Jamaika, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, Nigeria, Uganda, Sambia, Simbabwe, Oman, Saudi‑Arabien und die Philippinen.
Dort gilt eine klare Regel: Camouflage ist dem Militär vorbehalten; die breite Öffentlichkeit darf sie nicht tragen.
Die Gründe sind handfest. Erstens soll verhindert werden, dass Zivilisten für Einsatzkräfte gehalten werden. Zweitens gab es Fälle, in denen Täter Tarnkleidung nutzten, um sich als Soldaten auszugeben und andere zu täuschen. Die Verbote sollen solchen Szenarien vorbeugen. Auch die Symbolik spielt mit hinein: In vielen Staaten steht die Uniform für Autorität, Ordnung und Schutz, ihr Status wird entsprechend sorgfältig gewahrt. Das hat einen pragmatischen Kern.
Grenada, eine kleine Insel in der Karibik, setzt die Regel besonders strikt durch. Wer als Tourist den Bann nicht kennt, kann sich damit nicht herausreden. Selbst eine einfache Kappe oder ein Rucksack im Armeelook kann Fragen der Polizei auslösen. Es kommt vor, dass solche Gegenstände konfisziert werden oder ein Bußgeld folgt.
Die lokalen Behörden betonen, dass Camouflage allein Soldaten und Polizisten vorbehalten sein sollte. Die Logik leuchtet ein: Eindeutige visuelle Signale helfen, Ordnung zu wahren und Verwechslungen im öffentlichen Raum zu vermeiden.
Wer eines dieser Reiseziele ansteuert, sollte das Gepäck vorher prüfen. Camouflage bleibt besser zu Hause. Selbst wenn es nur um Stil geht, kann der Look in diesen Ländern unerwünschten Ärger einbringen.
Diese Gesetze werden nicht zurückgenommen; die Behörden halten sie aus Sicherheitsgründen für notwendig. Wer seinen Urlaub ohne Aufwand und Stress verbringen möchte, fährt besser, wenn er alles meidet, was an eine militärische Uniform erinnert.