09:17 02-01-2026

12 Orte für einen magischen Winter in Russland

Erkunde 12 faszinierende Orte für den Winter in Russland: von Karelien und Kizhi bis Baikal, Altai und Kamchatka – Polarlichter, Eiswelten und Landschaften

© Dasha Sysoeva

Der Winter in Russland ist mehr als Frost und Schnee. Es ist die Zeit, in der Wälder, Städte und selbst die entlegensten Winkel ihr Gesicht verändern. Schneewehen, Flusseis, leuchtende Stadtlichter und Polarlichter sorgen gemeinsam für eine besondere Stimmung. Mancherorts zeigt sich der Winter sanft und einladend, anderswo rau, aber von eigener Faszination. Wir haben 12 Orte zusammengestellt, an denen die Jahreszeit ihre ganze Schönheit entfaltet – wie aus einem Märchen, nur ohne Kulisse.

Karelia

Endlose Wälder, zugefrorene Seen, vom Reif knisternde Bäume – der Winter ist hier besonders still und eindrucksvoll. Der Wasserfall Kivach friert nie völlig zu, und auf den Ladoga-Skerries nimmt das Eis verspielte Formen an. In klaren Nächten färben Nordlichter den Himmel mit Grün- und Violettnuancen. Was bleibt, ist die Stille, die einen noch begleitet, wenn man längst weitergezogen ist.

Kizhi

Diese Insel im Onegasee beherbergt historische Holzkirchen. Im Winter sind sie von Raureif gesäumt und glitzern in der Sonne. Ringsum liegen Weiß und Schweigen, als hätte die Zeit kurz angehalten. Zum Sonnenuntergang wird die Szenerie besonders leuchtend – schlicht und gerade deshalb umso eindringlicher.

Suzdal

Eine kleine Stadt am Goldenen Ring, wie gemacht für den Winter: Schnee, alte Kirchen, Holzhäuser und pudrige Straßen. Drumherum weiße Felder und ein Fluss, auf dem man im Schlitten fahren kann; festliche Lichter halten alles zusammen. Man bremst unwillkürlich das Tempo und geht einfach, des Gehens wegen.

Murmansk und Teriberka

Weit nördlich des Polarkreises ist der Winter lang und dunkel – und doch unverkennbar schön. Murmansk wirkt einladend; Teriberka streng, fast unwirklich. Die Barentssee, schneebedeckte Klippen, gefrorene Wasserfälle – darüber ein Nachthimmel, der oft vom Polarlicht flackert. Hart, ja, aber auf eine Weise fesselnd, der man sich schwer entzieht.

Baikal

Wenn der Baikalsee gefriert, wird sein Eis glasklar. Unter den Füßen sieht man Blasen, Risse, sogar Algenschlieren. Eisschollen stehen wie Skulpturen, Höhlen und Grotten sind von Eiszapfen gesäumt. Zu Sonnenauf- und -untergang zeigt sich das feinste Farbspiel. Kaum etwas wirkt so entrückt – und so rein.

Yaroslavl

Verschneite Straßen, weißsteinerne Kirchen, eine zugefrorene Wolga – Jaroslawl ist im Winter zugleich heimelig und festlich. Im Dezember erhellen Girlanden die Stadt, Märkte und der Duft von Lebkuchen ziehen nach draußen. Ein Ort zum Spazieren und zum Erinnern daran, wie sich Winter anfühlen soll.

Veliky Ustyug

Die Heimat von Ded Moroz bietet einen Winter wie aus dem Lehrbuch: tiefer Schnee, alte Kirchen, geschmückte Tannen, Holzhäuser und Eisskulpturen. An der Residenz von Ded Moroz kann man im Schlitten fahren, Rutschen bezwingen und direkt in die Märchenstimmung eintauchen.

Altai

Berge unter frischem Schnee, gefrorene Seen, Luft so klar, dass sie fast klingt. Der See Teletskoye wirkt im Winter wie ein Spiegel. Der Fluss Katun friert stellenweise zu und zeichnet feine Eisornamente auf seine Oberfläche. Der Winter im Altai trägt eine stille Kraft – Natur auf das Wesentliche reduziert.

Kamchatka

Hier schafft die Jahreszeit eine dramatische Kulisse: schneebedeckte Vulkane, dampfende heiße Quellen und reichlich Schneefall. Nicht selten kommen Polarlichter dazu, Waldtouren und ein Landschaftsbild, das Aufmerksamkeit ohne Eile verlangt.

Taganay, Ural

In diesem Nationalpark werden Berge und Wälder weiß und funkelnd. Reif säumt die Felsen, Pfade ziehen durch Schneefelder und Kiefernwälder, und der Sonnenuntergang legt Rosa und Violett über alles. Tief still – und von schlichter Schönheit.

Warum es sich lohnt

Überall sieht der Winter anders aus. Manchmal weich und behaglich, dann wieder ungezähmt und groß. Doch stets ehrlich und eindrucksvoll. Es ist mehr als Schnee und Kälte – eine eigene Welt: still, weiß, funkelnd. Im Winter erzählt die Natur ihre Geschichten; man muss nur kurz anhalten und zuhören.