13:30 25-12-2025
Die häufigsten Touristenfallen in Ägypten – und wie Sie sie vermeiden
Ägypten-Reise ohne Stress: die gängigsten Touristenfallen bei Visum, Taxi, Restaurants, Hotel und Ausflügen. Tipps, wie Sie Abzocke erkennen und vermeiden.
Ägypten bleibt eines der beliebtesten Reiseziele: warmes Wetter, schöne Strände, ikonische Pyramiden und Preise, die nicht wehtun. Doch die sonnige Stimmung kann durch kleine, aber hartnäckige Maschen getrübt werden. Taxifahrer, Guides, Souvenirverkäufer – viele versuchen, noch etwas herauszuschlagen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit lässt sich vieles elegant umschiffen: Wer die gängigen Tricks kennt, behält die Ruhe und den Urlaub.
1. Ein überteuertes Visum
Die erste Falle lauert oft schon am Flughafen. Touristen werden zu einem Visum zum überhöhten Preis gelotst, mitunter sogar beiseite gebeten, um „bei den Formularen zu helfen“. Tatsächlich kauft man das Visum ausschließlich an den ausgewiesenen Bankschaltern zum offiziellen Tarif.
Nehmen Sie nichts von Personen ab, die Sie aktiv ansprechen – selbst wenn sie wie Flughafenpersonal wirken. Gehen Sie direkt zu den offiziellen Bankschaltern.
2. Taxi zum Dreifachpreis
Taxifahrer sind geübt im Umgang mit Touristen: Sie schalten das Taxameter nicht ein, nennen einen aufgeblähten Preis und behaupten am Ende, kein Wechselgeld zu haben.
Nutzen Sie Uber oder Careem – der Fahrpreis ist vorab sichtbar. Wenn Sie ein Straßen‑Taxi nehmen, den Preis vor dem Einsteigen festmachen und genügend kleine Scheine dabeihaben.
3. Aufgeblähte Restaurantrechnungen
Manche Cafés und Restaurants spielen mit den Preisen: In der Karte stehen Zahlen, aber keine Währung. Viele gehen von ägyptischen Pfund aus und merken erst später, dass abgerechnet wird in Dollar – um ein Mehrfaches teurer.
Fragen Sie vor der Bestellung, in welcher Währung die Preise angegeben sind. Fordern Sie eine Rechnung an und prüfen Sie jede Position.
4. „Besseres“ Zimmer gegen Aufpreis
In Hotels heißt es bisweilen, das gebuchte Zimmer sei „bereits vergeben“, man könne aber gegen einen kleinen Aufpreis in eine „bessere“ Kategorie wechseln. In der Praxis ist das oft nur ein Schubs, extra zu zahlen für etwas, das bereits enthalten sein sollte.
Bestehen Sie ruhig auf dem gebuchten Zimmer. Sollte man Sie nicht einchecken, wenden Sie sich an den Reiseveranstalter oder die Hotelleitung. Ein kurzer Anruf zur Bestätigung vor der Ankunft hilft ebenfalls.
5. „Gratis“-Geschenke, Fotos und Gefälligkeiten
Angebote für ein kostenloses Souvenir, eine kurze Führung oder ein Foto mit einem Kamel sind häufig. Sobald man zustimmt, wird plötzlich Geld erwartet – und eine Weigerung kann schnell für Aufregung sorgen.
Lehnen Sie freundlich, aber bestimmt ab. Wenn Sie doch zusagen, klären Sie den Preis vorher. Gelassenheit und ein klares „Nein“ wirken Wunder.
6. Hotel-Guides und teure Ausflüge
Hotel-Guides warnen oft, der Kauf einer Tour außerhalb mache die Versicherung ungültig. Diese Angst wird genutzt, um Ausflüge zum Zwei- bis Dreifachen zu verkaufen.
Prüfen Sie die Bedingungen Ihrer Police vorab – in 99 % der Fälle gilt sie unabhängig vom Buchungsort. Vergleichen Sie Hotelpreise mit lokalen Anbietern und lesen Sie vor der Zahlung Bewertungen.
7. „Pflicht“-Stopps in teuren Läden
Auf Ausflügen landen Gruppen häufig in Geschäften mit überzogenen Preisen, verkauft als Orte mit den „besten“ Waren. In Wirklichkeit erhält der Guide eine Provision, und die Preisschilder liegen deutlich über denen in normalen Ständen.
Lassen Sie sich nicht beirren. Wenn Sie nichts kaufen möchten, warten Sie draußen. Informieren Sie sich über übliche Souvenirpreise, um ein Gefühl für fair zu bekommen, und kaufen Sie lieber in kleinen, lokalen Läden als in Touristenboutiquen.
Ägypten ist ein großartiger Ort zum Abschalten – beim Geld lohnt sich dennoch Wachsamkeit. Die Faustregel ist simpel: nichts überstürzen, Details doppelt prüfen und dem ersten Angebot widerstehen. Wer Druck macht oder künstliche Eile erzeugt, setzt oft auf genau dieses Muster.