17:26 23-12-2025

Maya Bay auf Phi Phi: wie The Beach den Ort veränderte und welche Regeln seit 2022 gelten

Maya Bay auf Phi Phi: Vom verborgenen Paradies zum überlaufenen Hotspot nach The Beach. Erfahre, was sich seit 2022 änderte und welche Regeln heute gelten.

Maksym Kozlenko, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Im Jahr 2000 kam The Beach mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle in die Kinos. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Reisenden, der eine perfekte, vor der Welt verborgene Insel entdeckt. Der Clou: Ein solches Paradies gibt es wirklich – gedreht wurde in der Maya Bay auf den thailändischen Phi-Phi-Inseln, und nach dem Kinostart änderte sich das Schicksal dieses Ortes spürbar.

Phi Phi war einst nur ein unscheinbarer Punkt auf der Landkarte, doch die Premiere löste einen Besucheransturm aus. Mit der Popularität kamen Einnahmen, aber auch Druck auf die Bucht: Menschenmengen und reger Bootsverkehr setzten der Umwelt zu.

Wie war es vor dem Film?

Vor 2000 war Phi Phi ein stiller Außenposten, den Touristen selten erreichten. Auf der Hauptinsel Phi Phi Don lebten vor allem Fischer, während die Nachbarinsel Phi Phi Leh – dort liegt die Maya Bay – völlig unbewohnt war.

Der Ort zog zwar bereits Taucher und abenteuerlustige Reisende an, doch Infrastruktur gab es kaum. Die Besucherzahlen blieben gering, die Natur intakt, und der Strand wirkte genau wie im Drehbuch beschrieben: abgeschieden, malerisch, von Felsen eingerahmt. Um das Bild im Film noch eindrucksvoller zu machen, veränderte das Team mit Zustimmung der lokalen Behörden die Landschaft – etwas Sand wurde abgetragen, Dünen wurden eingeebnet.

Nach dem Filmstart

Nach der Premiere wurde die Maya Bay zum Magneten für Reisende, die den Strand aus dem Film sehen und ein Foto machen wollten. Touranbieter reagierten schnell und boten Ausflüge nach Phi Phi an. Wo zuvor nur eine Handvoll Menschen den Weg fand, kamen fortan bis zu 5.000 Besucher pro Tag.

Die Folge war absehbar: Aus der einst idyllischen Bucht wurde ein überlaufener Hotspot. 2018 berichteten Wissenschaftler, 80 Prozent der Korallen in der Bucht seien zerstört, das Ökosystem stand am Rand des Kollapses. Die Behörden sperrten die Maya Bay für Besucher. In vier Jahren klärte sich das Wasser, und die Korallen begannen sich zu erholen. Ammenhaie und Schildkröten kehrten zurück – der Ort bekam endlich Luft zum Atmen und nähert sich wieder seinem natürlichen Erscheinungsbild.

Was änderte sich nach der Wiedereröffnung?

Seit 2022 ist die Bucht unter strengen Auflagen wieder zugänglich. Gleichzeitig dürfen sich höchstens 375 Menschen dort aufhalten (früher waren es bis zu 5.000). Baden ist tabu – erlaubt ist nur knöcheltiefes Waten. Boote dürfen nicht mehr am Strand anlanden, der Zugang zur Bucht ist begrenzt.

Die Geschichte der Maya Bay zeigt, wie Kino die Wirklichkeit formen kann. Einerseits machte The Beach Phi Phi berühmt und brachte wirtschaftliche Impulse, andererseits trieb der Ansturm den ökologischen Schaden voran. Heute sucht die Bucht nach einem tragfähigen Gleichgewicht zwischen Gastfreundschaft und Schutz der Natur – eine Lektion, die man sich auch anderswo zu Herzen nehmen dürfte.