09:23 19-12-2025

Die Große Sphinx von Gizeh: Geschichte, Rätsel und aktuelle Theorien

Entdecke die Große Sphinx von Gizeh: Geschichte, Bau und ungelöste Rätsel. Von Chephren bis zu verborgenen Kammern – aktuelle Forschung, Mythen und Fakten.

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Seit Jahrtausenden wacht die Große Sphinx über das Plateau von Gizeh, den Blick auf die offene Wüste gerichtet. Sie gehört bis heute zu den rätselhaftesten Monumenten des Alten Ägypten und befeuert weiterhin Debatten unter Fachleuten. Warum wurde sie errichtet? Wessen Gesicht trägt sie? Und was verbirgt sie?

Die Sphinx entstand vor rund 4.500 Jahren, während der Herrschaft des Pharaos Chephren. Ihre Dimensionen beeindrucken: etwa 73 Meter Länge und 20 Meter Höhe. Aus einem einzigen Felsmassiv herausgehauen, trotzt sie seit Jahrhunderten Wind und Sand. Die berühmte Nase ist längst verschwunden, und ein Teil des Bartes liegt heute in einem Museum.

Die meisten Forschenden sehen in den Zügen das Antlitz Chephrens selbst, auch wenn manche vermuten, das Gesicht könne später verändert worden sein.

Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich unter der Sphinx verborgene Hohlräume befinden. Es könnten Kammern oder Gänge sein, doch die ägyptischen Behörden haben Grabungen dort nicht genehmigt – aus Sorge, das Bauwerk könnte Schaden nehmen. Angesichts der Risiken wirkt diese Zurückhaltung nachvollziehbar.

Eine weitere Hypothese besagt, die Sphinx habe als natürlicher Felsrücken begonnen, der später als Grundlage diente und zur Statue geformt wurde, die wir heute sehen.

Beliebt ist zudem die Vorstellung von einer sogenannten Halle der Aufzeichnungen unter der Sphinx. Der Legende nach sollen dort uralte Manuskripte oder Artefakte verborgen liegen, die unbekannte Kapitel der Geschichte erhellen könnten. Belegt ist das nicht, doch die Suche geht weiter.

Selbst mit modernen Methoden gibt die Sphinx keine einfachen Antworten preis. Künftige Forschungen könnten den Schleier vielleicht lüften. Bis dahin steht sie schweigend am Rand der Wüste, Hüterin der Vergangenheit – und vielleicht liegt gerade in diesem beharrlichen Geheimnis ein Teil ihrer Kraft.