01:44 19-12-2025
Tal der Geister am Demerdzhi: Felsfiguren, Legenden und Filmkulisse
Entdecke das Tal der Geister am Berg Demerdzhi bei Alushta: bizarr geformte Felsen, alte Legenden, Filmkulissen und Tipps zur besten Besuchszeit im Nebel.
Unweit von Alushta, am Hang des Berges Demerdzhi, liegt ein bemerkenswerter Ort – das Tal der Geister. Hier scheinen Felsen lebendig zu werden: Manche erinnern an Menschen, andere an Tiere, wieder andere an Wesen wie aus der Folklore. Keine Filmkulisse, sondern eine von Zeit und Wetter geformte Naturgalerie.
Steine mit Charakter
Über den Hang verteilt erstreckt sich ein Tal von rund 20 Hektar – etwa 30 Fußballfelder. In diesem Abschnitt stehen Dutzende Felssäulen in den ungewöhnlichsten Formen. Manche sehen aus wie Riesenhäupter, andere wie Pilze, Trolle oder menschliche Silhouetten. Im Nebel oder bei Sonnenuntergang wirken sie besonders eindrucksvoll.
So magisch diese Gebilde erscheinen, ihre Herkunft ist schlicht. Sie bestehen aus Gestein, das Wind, Regen und Sonne leicht nachgibt. Mit der Zeit hat die Natur den Stein zu diesen kuriosen Figuren gemeißelt.
Legenden, die in den Bergen weiterleben
Dieser Ort hat seine eigenen Geschichten. Die bekannteste Legende berichtet von einem grausamen Schmied, der Menschen auf dem Gipfel zur Arbeit zwang. Für seine Härte sei er bestraft worden – der Berg stürzte ein und begrub die Schmiede unter den Steinen. Seither scheinen die Felsen über die Erzählung zu wachen.
Es gibt noch andere Erzählungen. Eine spricht von einem uralten Krieger, der in der Schlacht fiel und doch geblieben sei, um über diese Gegend zu wachen. Wer lange genug hinschaut, so heißt es, kann seine Silhouette zwischen den Felsen entdecken.
Das Tal der Geister im Film
Das Tal ist vielen nicht nur aus Reisegeschichten vertraut. Hier wurde die berühmte Komödie „Kaukasische Gefangene“ gedreht, was den Ort noch populärer machte. Seither kamen zahlreiche Filmteams vorbei – die Kulisse braucht keine Ausschmückung, das Set steht bereits.
Es lockt weit mehr als nur Touristen
Heute gehört das Tal der Geister zu den Lieblingszielen vieler Besucherinnen und Besucher der Krim. Sie kommen für weite Ausblicke, ungewöhnliche Fotos und ein spürbares Gefühl von Geheimnis. Am besten eignet sich der Morgen – dann liegt hier öfter leichter Nebel, der den Formen eine zusätzliche Note Rätselhaftigkeit verleiht.
Das Tal der Geister ist mehr als schöne Felsen. Hier teilen sich Natur und Vorstellungskraft denselben Raum. Die Formen lösen etwas aus – die einen empfinden Freude, die anderen ein sanftes Frösteln –, gleichgültig bleibt kaum jemand. Diese Landschaft bittet leise darum, einen Moment länger zu bleiben.