21:29 18-12-2025
Petra in Jordanien: Filmkulisse von Indiana Jones bis Transformers
Wie Petra in Jordanien durch Indiana Jones und Transformers zur ikonischen Filmkulisse wurde, Popkultur prägte und warum heute Schutzmaßnahmen nötig sind.
Manche Orte wirken wie gemacht für große Geschichten. Petra in Jordanien gehört dazu. Die rosafarbenen Fassaden, direkt in den Fels geschlagen, sehen aus, als wären sie einer Legende entsprungen. Es überrascht kaum, dass Filmschaffende hier immer wieder Kulissen für Abenteuer finden. Durch die Leinwand kennen Millionen den Ort, selbst wenn sie nie dort waren.
Indiana Jones: der Blockbuster, der Petra berühmt machte
Die wahre Berühmtheit kam mit Indiana Jones and the Last Crusade (1989), in dem Petra als Tempel gezeigt wird, der angeblich den Heiligen Gral birgt.
Für diese Szenen nutzte die Produktion Al-Khazneh – eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Stadt. Die rund 40 Meter hohe Fassade mit Säulen und Bögen, aus dem Fels gehauen, wurde schlagartig zum Symbol. Nach dem Kinostart stiegen die Besucherzahlen, weil Menschen weltweit den Schauplatz selbst erleben wollten.
Transformers und neue Geheimnisse in Petra
Zwanzig Jahre später kehrte Petra in Transformers: Revenge of the Fallen (2009) nach Hollywood zurück. Diesmal erschien die Stadt als Versteck für ein uraltes außerirdisches Gerät.
Die geheimnisvolle Aura des Ortes passte zum Stoff: steile Felswände, enge Passagen und uralte Ruinen gaben den Szenen zusätzliche Wucht. Petra erreichte damit erneut ein Millionenpublikum.
Vom Kino bis zu Videospielen: Petra in der Popkultur
Petra wirkt über das Kino hinaus. Die Stadt taucht in bekannten Videospielen wie Lego Indiana Jones, Spy Hunter und King’s Quest V auf. In Civilization V lässt sie sich sogar als Weltwunder errichten.
So hat die antike Stadt auch digital ihren festen Platz gefunden.
Wie das Kino Petra verändert hat
Nach ihren Auftritten in großen Filmen wurde die Stätte noch beliebter bei Reisenden. Viele kommen gezielt, weil sie Petra zuerst auf der Leinwand gesehen haben.
Ruhm hat jedoch seinen Preis. Der starke Andrang setzt den empfindlichen Strukturen zu – der Fels erodiert und bröckelt mit der Zeit. Um den Ort zu schützen, haben die jordanischen Behörden Maßnahmen eingeführt: Sie begrenzen die Zahl der Besucherinnen und Besucher und schließen bestimmte Bereiche, damit Petra für kommende Generationen erhalten bleibt.
Petra – Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Diese antike Stadt existiert zugleich im Hier und Jetzt und auf der Leinwand. Das Kino machte Petra weltweit bekannt, und seine rätselhafte Schönheit inspiriert Filmschaffende weiter.
Gut möglich, dass wir sie bald in einer weiteren Produktion wiedersehen. Eines wirkt gewiss: Petra bleibt noch lange ein Sinnbild für Abenteuer, Geschichte und Geheimnisse.