21:32 30-11-2025
Einfuhrverbot 2025: Fleisch- und Milchprodukte aus der EU nach Russland – was ist erlaubt, was nicht
Ab 2025 gilt ein Einfuhrverbot für Fleisch- und Milchprodukte aus der EU nach Russland. Was passiert an der Grenze, was ist erlaubt, Tipps gegen Ärger?
Ein Bummel über einen Markt in Europa: In der Luft liegen der Duft von Schinken, Käse und warmem Gebäck. Kaum widersteht man dem Impuls, etwas für zu Hause mitzunehmen. Der Haken: An der Grenze wird die Leckerei nicht nur abgewiesen – sie kann Ihnen abgenommen werden, mitunter ganz ohne Bußgeld. Warum das passiert und wie sich der Ärger vermeiden lässt.
Was ist passiert?
Ab Januar 2025 ist es nicht erlaubt, Fleisch- und Milchprodukte aus Ländern der Europäischen Union nach Russland einzuführen. Anlass ist ein Ausbruch einer gefährlichen Tierseuche in Deutschland. Das Verbot umfasst Wurstwaren, Käse, Joghurts, Jamón und sogar bestimmte Süßigkeiten auf Milchbasis.
Fisch und Fischkonserven sind weiterhin erlaubt. Bei allem anderen zahlt sich Umsicht aus.
Was, wenn man sie trotzdem kauft?
Wenn Grenzbeamte um eine Kontrolle bitten und zum Beispiel Käse oder Wurst finden, werden die Produkte schlicht eingezogen. Ein Bußgeld gibt es nicht, aber der Einkauf reist nicht weiter. Das kam bereits an Flughäfen vor – etwa auf Flügen von Istanbul nach Sankt Petersburg – und an der Grenze zu Estland. Die Beamten durchwühlen keine Koffer; fällt ihnen jedoch verbotene Ware ins Auge, handeln sie nach Vorschrift. Das wirkt streng, ist aber konsequent.
Warum ist das wichtig?
Zum einen ist es rausgeworfenes Geld – das liebevoll ausgesuchte Mitbringsel kommt nie an. Zum anderen ist es frustrierend, gerade wenn die Wahl mit Bedacht fiel. Am Ende liegt es meist daran, die Regeln nicht zu kennen. Ein Blick vorab, was erlaubt ist und was nicht, erspart Enttäuschungen.
Wie vermeidet man Ärger?
— Vor der Reise Hinweise des Rosselkhoznadzor prüfen oder online nachsehen, ob Produkte aus einem bestimmten Land eingeführt werden dürfen.
— In europäischen Ländern kein Fleisch und keinen Käse kaufen – so verlockend es auch sein mag.
— Bei Umstiegen daran denken, dass auch das Transitland eigene Beschränkungen haben kann.
— Wer dennoch ein Mitbringsel möchte, setzt auf Gewürze, Tee, Kaffee oder Dinge, die nicht abgenommen werden.
Zum Schluss
Wochenmärkte sind charmant, lecker und voller Atmosphäre. Ohne die Regeln im Kopf kann jedoch selbst ein harmloses Stück Käse unnötigen Stress auslösen. Damit der Urlaub nicht an der Grenze in Enttäuschung endet, lohnt sich ein Plan beim Einkaufen. Manchmal ist das beste Souvenir gar kein Lebensmittel, sondern etwas, das sicher zu Hause ankommt.